Dormagen: Integrationsrat zeit­gleich mit Stadtrat gewählt

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Mehr als 10 000 Menschen sind am 25. Mai in Dormagen zur Wahl des Integrationsrates aufgerufen. 

Dieser Termin steht fest, nach­dem der nordrhein-​westfälische Landtag im Dezember das „Gesetz zur Weiterentwicklung der poli­ti­schen Partizipation in den Gemeinden” ver­ab­schie­det hat. Darin legte er fest, dass die Integrationsratswahlen künf­tig par­al­lel zu den all­ge­mei­nen Kommunalwahlen statt­zu­fin­den haben. Für Dormagen bedeu­tet das: Neben Stadtrat, Bürgermeister und Kreistag wird am 25. Mai auch die poli­ti­sche Vertretung der Migranten neu bestimmt. Hinzu kom­men noch die Europawahlen. „Das wird orga­ni­sa­to­risch schon eine erheb­li­che Herausfor­­derung”, macht Bürgermeister Peter-​Olaf Hoffmann deutlich.

Gemeinsam mit dem Integrationsratsvorsitzenden Mehmet Güneysu appel­liert er an alle Migranten, ihr Wahlrecht zu nut­zen. „Der Integrationsrat konnte in den ver­gan­ge­nen fünf Jahren viel für Dormagen errei­chen. Das reicht von mehr Sprachförderung über die Mitarbeit bei wich­ti­gen Initiativen wie dem Stadtteilprojekt für Horrem bis hin zu dem neu ein­ge­führ­ten Integrationsmonitoring”, sagt Güneysu. Ebenso unter­stützt das Gremium inte­gra­ti­ons­för­dernde Aktionen von Schulen, Kindergärten oder Vereinen. „Mit dem Integrationsrat wird den Migranten in den sie betref­fen­den Fragen die Möglichkeit zur poli­ti­schen Teilhabe und zur gemein­sa­men Gestaltung unse­rer Zukunft gebo­ten. Das trägt zu einem fried­li­chen und respekt­vol­len Miteinander in unse­rer Stadt bei”, so Bürgermeister Hoffmann.

Wahlberechtigt sind am 25. Mai alle aus­län­di­schen Mitbürger, die sich seit min­des­tens einem Jahr recht­mä­ßig im Bundesgebiet auf­hal­ten und seit min­des­tens 16 Tagen vor dem Wahltermin ihre Hauptwohnung in Dormagen haben. Hinzu kom­men hier lebende Migranten mit deut­scher Staatsanhörigkeit. „Dabei ist die frü­here Frist, dass die Einbürgerung nicht län­ger als fünf Jahre zurück­lie­gen darf, durch das neue Gesetz ent­fal­len”, erläu­tert der städ­ti­sche Integrationsbeauftragte Ralf Ooster. Das Mindestalter für die Wahlberechtigten beträgt 16 Jahre.

In den Integrationsrat kön­nen alle Migranten gewählt wer­den, die sel­ber wahl­be­rech­tigt und min­des­tens 18 Jahre alt sind. Außerdem müs­sen sie seit min­des­tens drei Monaten in Dormagen ihre Hauptwohnung haben. „Wir freuen uns über jeden, der sich für die grund­sätz­li­chen Ziele des Integrationsrates ein­setzt und in die­sem Gremium mit­ar­bei­ten will”, sagt Güneysu. Für Interessenten an einer Kandidatur bie­ten die Integrationsbüros im Rhein-​Kreis Neuss gemein­sam Vorbereitungsseminare bei der Volkshochschule Neuss an. Die Teilnehmer wer­den hier in die Aufgaben des Integrationsrates und in die all­ge­meine Organisation von Rat und Verwaltung ein­ge­führt. So bestellt auch der Stadtrat aus sei­nen Reihen Mitglieder des Integrationsrates. Die Schulungen umfas­sen ebenso alle erfor­der­li­chen Wahlinformationen und das Thema „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit”. Ab dem 25. Januar wer­den ins­ge­samt vier Schulungsmodule sams­tags in der Zeit von 9 bis 17 Uhr ange­bo­ten. Interessenten kön­nen sich im städ­ti­schen Integrationsbüro tele­fo­nisch unter 02133/​5022989 melden.

Im Zeichen einer offe­nen Willkommenskultur star­ten der Integrationsrat der Stadt Dormagen und der Handball-​Drittligist TSV Bayer Dormagen zudem am Samstag, 1. Februar, um 19 Uhr einen „Spieltag der Vielfalt”. Beim Heimspiel des TSV Bayer gegen den Neusser Handballverein erwar­tet die Besucher ein inter­kul­tu­rel­les Rahmenprogramm mit musi­ka­li­schen und tän­ze­ri­schen Aufführungen. Die in Dormagen ansäs­si­gen Migrantenorganisationen infor­mie­ren auch an meh­re­ren Ständen über ihre Arbeit und bie­ten Kulinarisches aus ihren Heimatländern an. „Ein wesent­li­cher Bestandteil der neuen Marke ”Handball in Dormagen” ist unser gesell­schaft­li­ches und sozia­les Engagement. Da bie­tet es sich an, der Vielfalt der Kulturen und Nationen eine ent­spre­chende Plattform zu bie­ten“, erklärt Tobias Plaz, ver­ant­wort­lich für das Marketing bei dem Drittligisten.

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