Grevenbroich: Grußwort der Bürgermeisterin zum Weihnachtsfest

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Grevenbroich – Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit großer Eile, wie das für unsere Zeit schon üblich geworden ist, neigt sich das Jahr 2013 dem Ende entgegen.

2013-12-18_GV_KwasnyViele Büroarbeiten sind leider so ausgelegt, dass sie noch vor dem Jahresende erledigt werden müssen. Nutzen wir daher die vor uns liegenden Feiertage zum Ausspannen und verbringen die Zeit zusammen mit der Familie daheim oder in einem kurzen Urlaub. Wie immer Sie es auch halten, ich wünsche Ihnen einen zufriedenen und entspannten Rückblick auf das Jahr 2013 und einen hoffentlich optimistischen Ausblick auf das kommende Jahr 2104.

Im April konnten die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Bürgerentscheids über den Erhalt der Realschule an der Bergheimer Straße abstimmen. Es war das erste Mal, dass ein solches Verfahren in Grevenbroich komplett durchgeführt wurde. Da das notwendige Quorum verfehlt wurde, wird es bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses bleiben. Ich glaube fest daran, dass die nun gefundene Realschulstruktur gestärkt wird und wir in der Lage sind – trotz des vorhersehbaren demographischen Wandels – auch weiterhin ein attraktives, schulisches Angebot für unsere jungen Familien vorhalten zu können. Gleiches gilt auch für die neue Gesamtschule II, die mittlerweile mit einem sehr engagierten Lehrerkollegium ihren Betrieb aufgenommen hat.

Im Juli startete der Bau einer neuen Kita auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades in Gustorf. In wenigen Monaten werden dort fast 100 Jungen und Mädchen unter 3 Jahren und über 3 Jahren betreut werden, direkt neben der Grundschule „Erftaue“, die viele wohl anschließend besuchen werden. Auch diese Kita dient – wie so viele Neubau- und Umbauprojekte in den vergangenen Jahren – dem Ziel, allen Kindern unter 3 Jahren einen Betreuungsplatz zu sichern. Der Stichtag „1. August 2013“ wurde daher von vielen mit Spannung erwartet, nicht nur in Grevenbroich, sondern bundesweit. Pessimisten sahen in diesem Zusammenhang schon eine gewaltige Prozesslawine auf die Kommunen zukommen, die allerdings ausgeblieben ist – Dank einer gewaltigen Kraftanstrengung, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanken möchte.

Besonders gefreut habe ich mich über den Bau der BMX-Bahn, direkt neben dem Gelände unseres Stadt-Strandes Evita-Beach. Hier wurde auf rund 2.000qm ein Areal für unsere jungen Radsportler geschaffen. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang den Sponsoren, die hier mit Geld- und Sachleistungen etwas Großartiges geschaffen haben. Dies ist eine konsequente Fortsetzung der Investitionen im Kinder- und Jugendbereich, die wir in den vergangenen Jahren mit der Neugestaltung von Spielplätzen in Neuenhausen, Allrath und in der Südstadt begonnen haben. Dazu gehört ohne Zweifel aber auch der sogenannte Nachtbus, der es den Jugendlichen ermöglicht, mit Freunden in Düsseldorf und Neuss zu feiern, ohne dass sich ihre Eltern Gedanken um den Rücktransport machen müssen. Hier wurde ein Projekt des Jugendrates umgesetzt, was zukünftig hoffentlich noch mehr in Anspruch genommen wird als bisher.

In Grevenbroich müssen wir mit einer zunehmend älteren Bevölkerung rechnen. Nur wenige Städte können sich dieser gesellschaftlichen Realität in der Bundesrepublik entziehen. Von daher ist es unsere Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen, die unsere älteren Mitbürger den wohlverdienten Lebensabend genießen lassen. Zusammen mit privaten Investoren schaffen wir daher bezahlbare, barrierefreie Wohnungen, aber auch Seniorenwohnheime, falls die gesundheitlichen Umstände ein alleiniges Wohnen nicht mehr erlauben. Im Grönland-Gelände hat eine dieser Einrichtungen ihren Betrieb neu aufgenommen, während in Wevelinghoven und am Eingang zum Buckau-Gelände die Bauarbeiten in diesem Jahr erst begonnen haben.

Aus dieser kleinen Auswahl an Projekten, die sicher noch um das eine oder andere zu ergänzen wäre, ist ersichtlich, dass unsere Stadt sich stetig weiter entwickelt. Das schaffen Rat und Verwaltung, trotz der jährlichen Haushaltsdefizite, die uns zu einem ständigen Dialog mit den Aufsichtsbehörden zwingen. Ich hoffe, dass wir nun durch die Beschlussfassung über ein genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept, aus dieser immerwährenden Spirale herausfinden werden. Dieses Konzept schreibt einen Weg fest, wie wir in 10 Jahren wieder „schwarze Zahlen“ schreiben werden. Mit Sicherheit wird dieser Weg schmerzlich werden, da wir auf einige – auch liebgewonnene – Dinge verzichten werden müssen. Allerdings würde dadurch die Handlungsfähigkeit unserer Stadt wieder hergestellt und uns der Besuch eines Sparkommissars erspart bleiben, der noch zu viel größeren Einschnitten befugt wäre. In diesem Sinne hoffe ich sehr auf das Mitwirken des gesamten Rates bei diesem wichtigen Schritt für die Zukunft unserer Stadt.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle noch zwei große Projekte, von denen wir alle profitieren werden: zum einen das neue Schloßbad, dessen Bau nach der Sommersaison starten wird, und die Verlagerung unseres Baubetriebshofes in Richtung Noithausen, der den Mitarbeitern nicht nur zeitgemäße Unterkünfte, sondern - durch die dortige Lage - auch effizientere Abläufe beim Winterdienst und sonstigen Aufgaben ermöglicht.

Grüßen möchte ich an dieser Stelle auch die Menschen, die bereit sind, sich um der guten Sache willen zu engagieren und dort zu helfen, wo es Not tut, sei es bei den großen Naturkatastrophen - wie zuletzt auf den Philippinen – oder als Ehrenamtler in unserer Stadt. Sie sorgen dafür, dass Grevenbroich eine lebenswerte Stadt ist und bleibt. Machen Sie weiter so !

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, insbesondere denen, die im Auftrag von Hilfsorganisationen oder als Angehörige der Bundeswehr derzeit im Ausland weilen, sowie denen, die an den Feiertagen arbeiten müssen, auch im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Grevenbroich gesegnete Weihnachtsfeiertage sowie ein erfolgreiches, glückliches und gesundes neues Jahr 2014.

Ihre

Ursula Kwasny

Bürgermeisterin

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