Meerbusch: Wohnungsbrand in Büderich – Nachtrag 09.12.2013

Meerbusch-Büderich (ots) - Aus bisher ungeklärter Ursache brach am 06.12.2013 gegen 18:55 Uhr in Büderich, Hohegrabenweg, ein Brand in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses aus.

Vier Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation leichtverletzt in umliegende Krankenhäuser verbracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nachtrag 09.12.2013

Meerbusch - Büderich (ots) - Nach den Ermittlungsergebnissen geht die Kriminalpolizei von einem technischen Defekt als Ursache aus. Die betroffene Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar. Der Sachschaden wird auf mehrere 10 000 Euro geschätzt.

Feuerwehrmeldung - Fotos(4): Ffw Meerbusch

Großes Glück hatten die Bewohner eines Neunparteienhause auf dem Büdericher Hohegrabenweg am Freitagabend. Durch das schnelle Eingreifen von Polizei und Feuerwehr konnten schlimmere Personen- oder Gebäudeschäden verhindert werden.

Gegen 19:00 Uhr ereilte die Feuerwehr der Notruf, über einem Zimmerbrand im Erdgeschoss mit vermissten Personen. Eine Bewohnerin hatte zuvor, während sie Essen in der Küche zubereitete, bemerkt wie ein Brand unbemerkt in ihrem Wohnzimmer ausgebrochen war und sich dort eine Zeitlang entwickelt hatte. Darauf verließ sie direkt die Brandwohnung über das Treppenhaus und rettete sich ins Freie.

Die ersteintreffende Besatzung eines Streifenwagens erhielt an der Einsatzstelle die Information, dass sich noch eine gehinderte Frau in der Nachbarwohnung aufhalten würde. Darauf gingen sie direkt über das verrauchte Treppenhaus zur besagten Wohnung vor und retten die Frau mit einer leichten Rauchgasvergiftung.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes führte die Feuerwehr zwei Personen mit Fluchthauben aus ihrer Wohnung im 2. Obergeschoss. Zur Kontrolle auf Verrauchung und vermisste Personen in den Wohnungen mussten drei weitere Wohnungstüren gewaltsam durch die Feuerwehr geöffnet werden. Von außen wurde das Gebäude über den Korb der Drehleiter kontrolliert und Personen, die sich auf ihren Balkon gerettet hatten, betreut.

Mit vier wechselnden Trupps unter Atemschutz bekämpften die Einsatzkräfte den Brand und führten eine intensive Belüftung des Gebäudes durch. Nach rund 20 Minuten war der Brand gelöscht und das teilweise strakt verbrannte Mobiliar konnte aus der Wohnung geschafft werden.

Insgesamt wurden vier Personen vom Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere Personen, darunter auch die zwei Polizisten, die die gehbehinderte Frau gerettet hatten, wurden vor Ort auf eingeatmete Rauchgase hin untersucht.

Durch den Umstand, dass die Bewohnerin der Brandwohnung die Wohnungstüre beim Verlassen offen gelassen hatte, zog der giftige Brandrauch durch das gesamte Treppenhaus und teilweise auch in andere Wohnungen. Hierdurch kam es zu einem zusätzlichen Schaden. Die Feuerwehr empfiehlt die Wohnungstüre beim Verlassen zu verschließen. Wenn die Situation es erlaubt übergeben sie den Haustürschlüssel bitte der Feuerwehr. So wird eine Rauchausbreitung verringert und sie ermöglichen der Feuerwehr einen schnellen Zugang zum Gebäude.

Die Löschzüge aus Büderich und Lank sowie die Besatzung der Drehleiter waren mit rund 47 Einsatzkräften anderthalb Stunden im Einsatz.

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