Meerbusch: Rund 70 städ­ti­sche Bäume müs­sen gefällt werde

Meerbusch – Wie jedes Jahr müssen auch in diesem Winter an Straßen und Wegen, auf Friedhöfen oder in Grünanlagen Bäume gefällt werden, die krank, schwer geschädigt oder nicht mehr verkehrssicher sind.

„Wir sind gesetzlich verpflichtet, alle städtischen Bäume regelmäßig durch geschultes Personal überprüfen zu lassen“, so Michael Betsch, Servicebereichsleiter für den Stadtbauhof, für Grünflächen und Friedhöfe. Das Ergebnis: Rund 70 Bäume müssen diesmal weichen. Die Arbeiten beginnen morgen (Dienstag) und müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Die Liste der betroffenen Exemplare mit Baumart, Standortangabe und Grund der Fällung wurde jetzt im Bau- und Umweltausschuss vorgestellt.

Erfasst sind darin alle Bäume, die - gemessen in einem Meter Höhe - einen Stammumfang von mindestens 80 Zentimetern aufweisen. Bei mehrstämmigen Bäumen reicht ein Umfang von 50 Zentimetern pro „Stämmling“. Einige der Verluste tun den Stadtgärtnern besonders weh: Dazu gehören ein Mammutbaum auf dem Büdericher Friedhof mit einem Stammumfang von 2,80 Metern, der vom Blitz schwer getroffen wurde, mehrere alte Blutkastanien an der Lessing- und Wanheimer Straße in Büderich, befallen mit dem Pseudomonas-Bakterium, oder eine große Scheinakazie am Plöneshof in Osterath, die im Stammfuß von so genannter Weißfäule befallen ist.

Gemessen am Gesamtbaumbestand der Stadt macht sich die Zahl der Fällungen allerdings verschwindend gering aus: Für das derzeit entstehende Meerbuscher Baumkataster wurden bislang rund 15.000 städtische Bäume erfasst. Wenn die Natur im kommenden Frühjahr wieder grün wird, geht die Zählung weiter. Insgesamt – so wird geschätzt - umfasst der städtische Baumbestand rund 20.000 Exemplare, Tendenz steigend.

Und das soll – gemäß der Meerbuscher Philosophie als „Stadt im Grünen“ – auch so bleiben. Grundsätzlich wird jeder gefällte Baum eins zu eins ersetzt. Nachgepflanzt wird – wenn eben möglich – auch die selbe Baumart. „Allerdings müssen die Standortbedingungen dafür stimmen“, erklärt Michael Betsch. „Wenn groß gewachsene Bäume zu eng stehen, sich gegenseitig im Wuchs behindern oder gar verdrängen, muss die Ersatzpflanzung an einem anderen Ort erfolgen.“

Wie im vergangenen Jahr wird die Verwaltung dem Bau- und Umweltausschuss nach Abschluss der nächsten Pflanzperiode wieder eine Baumbilanz mit einer Gegenüberstellung aller Baumfällungen und -pflanzungen vorlegen.

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