Neuss: Brand auf Schiff – Großeinsatz der Feuerwehr im Hafen

Neuss-Hafen – (Feuerwehr Neuss) 227 Kräfte von Feuerwehr und weiteren Hilfsorganisationen waren heute zur Großübung mit einer angenommenen Schadenslage im Neusser Hafen eingesetzt.

2013-11-30_Ne_FW-Uebung_Hafen_067Die angenommene Explosion auf einem Tankschiff führte zu 32 als Verletzte geschminkten Personen von den Jugendfeuerwehren Neuss und Grevenbroich, der THW Jugend und der DRK Düsseldorf. Die ersten Kräfte der Feuerwehr Neuss leiteten die sofortige Rettung der betroffenen Personen aus dem Gefahrenbereich ein.

Parallel wurde ein Löschangriff aufgebaut, um die Brandausbreitung zu begrenzen. Per Meldung an die Leitstelle wurde die Lage durchgegeben und weitere Kräfte wurden vom Sammelraum auf dem TüV-Platz an der Hammer Landstraße zum Übungsort entsandt. Für den Rettungsdienst lautete das entscheidende Stichwort MANV2. Im Rhein Kreis Neuss bedeutet dies einen Massenanfall von Verletzten, bei dem von bis zu 25 verletzten Personen ausgegangen wird. Die Kräfte reagierten mit einer Vielzahl an Rettungsmitteln, einem Behandlungsplatz und Notfallseelsorgern zur Betreuung.

2013-11-30_Ne_FW-Uebung_Hafen_086Früh im Einsatzverlauf wurden vier Abschnitte gebildet, die eine Aufgabenverteilung vornahmen. So war es den Abschnittsleitern möglich zielgerichtet ihren Einsatzauftrag zu verfolgen. Einsatzleiter Dirk Diederichs von der Feuerwehr Neuss behielt dabei den Überblick und legte die Einsatzschwerpunkte fest. Zur Übung meint er: „Solch große Lagen, gerade in der Anfangsphase, stellen die Feuerwehr immer vor große Herausforderungen. Aufgabenverteilung und Prioritätensetzung sind für das Gelingen zentral. Das klappt nur in und mit einem guten und eingespielten Team. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit der Führungskräfte. Die Kommunikationsstrukturen als Flaschenhals der Einsatzführung wollen wir in Zukunft noch weiter verbessern.“

Das Tankschiff, mit 1.500 Tonnen Heizöl beladen, verlor im Übungsszenario seine Flüssigkeit in den Neusser Hafen. Dies wurde durch Haferflocken simuliert und Lösch- und Mehrzweckboote begrenzten die Ausbreitung durch Ölsperren auf den Bereich um das Tankschiff. Um eine Gefahr durch Schadstoffe im Bereich um den Übungsraum auszuschließen, die bei einem realen Einsatz austreten würden, fanden Messfahrten in Abhängigkeit der Windrichtung statt. Eine Information der Bevölkerung über die lokalen Medien wurde vorbereitet, jedoch nicht verschickt, um keine Verwirrung zu erzeugen.

Markus Brüggen von der Abteilung Aus- und Fortbildung der Feuerwehr Neuss resümiert zur Übung: „Ich hoffe, dass es auch jedem Freude bereitet hat an der Übung teilzunehmen. In stark ehrenamtlich geprägten Organisationen spielt Motivation eine zentrale Rolle. Ich habe heute sehr motivierte und damit auch leistungsstarke Helfer gesehen und hoffe, dass dies vielleicht weitere junge Leute dazu bringt, sich in Hilfsorganisationen zum Wohle der Bürger zu betätigen.“

Auf der Feuerwache im Neusser Hammfeld trat mit 18 Personen der Führungsstab des Rhein Kreises Neuss zusammen, sammelte alle Informationen von der Einsatzstelle und übernahm im späteren Übungsverlauf kurzzeitig die Führung des Einsatzes. „Ein Dank gilt allen beteiligten Kräften, die an diesem Samstag Zeit und Kraft in die Bewältigung der Übungslage investiert haben. Jetzt gilt es die Übung zu analysieren und Lehren daraus zu ziehen. Abschließend wünschen wir allen eine sichere und besinnliche Adventszeit.“ so Joachim Elblinger, Leiter der Feuerwehr Neuss und des Führungsstabes während der Übung.

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