Neuss: Großübung der Feuerwehr am 30.11. im Neusser Hafen (Hansastraße)

Neuss – Morgendliche Idylle im Neusser Hafen. Ein Tankschiff nähert sich seiner Verladestation. Plötzlich gibt es einen Knall, Rauch und Schreie.

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Foto: Feuerwehr Neuss

Feuer bricht aus, Mineralstoffe gelangen in das Hafenbecken und Verletzte liegen auf dem Schiff und an Land.  Dieses Szenario wird sich am 30. November im Hafenbecken 2 auf der Hansastraße ereignen. Die Feuerwehr weiß das schon jetzt, da es sich um eine detailliert geplante Großübung handelt.

Markus Brüggen und sein Team von der Feuerwehr Neuss haben in Kooperation mit weiteren Hilfsorganisationen das Drehbuch für die Übung geschrieben. Die Neusser Bürger bittet er um Verständnis für erhöhten Verkehr auf der Hammer Landstraße.

„Auf dem Kirmesplatz befindet sich unser Sammelraum. Von hier starten die Fahrzeuge gegen 9:30 Uhr und auch ein simuliertes Krankenhaus wird dort betrieben. Bis zum Übungsende gegen 13 Uhr werden sich daher viele Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge, jedoch ohne Nutzung von Sonderrechten, unter den Verkehr mischen.“

Alle 10 Löschzüge der Feuerwehr Neuss sind, als Teilnehmer oder in Bereitschaft, an der Übung beteiligt. Des Weiteren sind Kräfte der Johanniter, Malteser und das Roten Kreuzes mit Rettungseinheiten eingebunden und übernehmen die Verpflegung aller Kräfte. Neben THW und Wasserwacht kommen auch Spezialisten der Analytischen Task Force der BF Köln hinzu. Diese sollen den Einsatzabschnitt „Messen und Warnen“ beim detektieren von Gefahrstoffen unterstützen. Je nach Windrichtung werden wahrscheinlich im Bereich um den Hauptbahnhof auch Messfahrten erfolgen. Lassen sie sich davon bitte nicht beunruhigen.

Damit sich der Aufwand auch lohnt, werden zahlreiche Teilbereiche eines solchen Großeinsatzes gezielt geübt und anschließend analysiert. Es geht dabei um die Abarbeitung des Schadenereignisses, die Versorgung der vielen Verletzten, Zusammenwirken und Kommunikation von Einheiten, Aufbau einer funktionierenden Einsatzführung, Erprobung des Konzeptes zum Messen und Warnen und die spätere Übergabe der Einsatzleitung an einen Stab auf der Feuerwache im Hammfeld.

Beengte Platzverhältnisse vor Ort und die zahlreichen Großfahrzeuge erlauben es nicht, Zuschauer zu beteiligen.

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