Neuss: Viel los auf der Feuerwache im Neusser Hammfeld

Neuss – Geschäftiges Treiben prägte das Bild am vergangenen Samstag, den 12.10.2013, auf der in der Herbstsonne liegenden Feuerwache am Hammfelddamm.

Der Samstag ist der klassische Lehrgangstag der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte. In Laufbahnlehrgängen werden Qualifikationen zur Beförderung erlangt, spezielle Fachlehrgänge erschließen neues Terrain und Betätigungsfelder und in Seminaren wird die Kooperation gefördert und man informiert sich über aktuelle Entwicklungen und neue Techniken. 120 Personen bevölkerten in Gruppen jede Nische der Feuerwache.

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Fotos(8): FW Neuss

Um alle auch adäquat versorgen zu können war der Malteser Hilfsdienst mit einer Feldküche angerückt, die für die Versorgung von bis zu 250 Personen ausgelegt ist. 420 halbe Brötchen und 120 Portionen Chilli-Kassler mit Kartoffelpüree und Krautsalat fanden hungrige Abnehmer.

Vierzehn Einsatzkräfte der verschiedenen Löschzüge der Feuerwehr Neuss absolvierten die Prüfung eines Moduls ihrer Grundausbildung. In vier Modulen aufgebaut wird den frischen Feuerwehrkräften das richtige Verhalten in allen möglichen Einsatzlagen vermittelt. Die Kameraden sind ein gutes Stück weiter gekommen auf ihrem Weg zur ausgebildeten Feuerwehrkraft und wir wünschen ihnen in allen weiteren Lehrgängen weiterhin viel Erfolg.

Im Zeichen des fachlichen Austauschs stand eine Veranstaltung des Löschzugs Stadtmitte, die gemeinsam mit der Johanniter Unfallhilfe 10 Krankenschwestern und Notärztinnen der K11 (Kinderklinik) des Lukaskrankenhauses die Möglichkeiten der Feuerwehr bei der technischen Rettung veranschaulichte.

2013-10-15_ne_fw_lehrgang_16Regelmäßig bieten die Johanniter, die den Babynotarztwagen besetzen und Personal der K11 mit an Bord nehmen, eine gemeinsame Fortbildung auf freiwilliger Basis an. Acht Kameraden des Löschzugs Stadtmitte unterstützten die 4 Ausbilder der JUH diesmal dabei und sensibilisierten für Gefahren an Einsatzstellen wie Strom und Gas, Rettungsmöglichkeiten in Höhen über den Teleskopmast, bei Verkehrsunfällen durch hydraulisches Rettungsgerät und für Ertrinkende durch Leinen, Boote und Schwimmer in Schutzkleidung. Alle simulierten Unfälle gingen auf die Besonderheiten ein, die bei der Beteiligung von Kindern bestehen. Das Hand in Hand Zusammenwirken von technischer Rettung (durch die Feuerwehr) und medizinischer Rettung (durch die Besatzung des Baby-Notarztwagens) konnte realitätsnah geprobt und analysiert werden.

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2013-10-15_ne_fw_lehrgang_27Damit die Feuerwehrfahrzeuge auch zum Einsatzort gelangen, werden Kameraden jeden Löschzugs zum Erwerb des Führerscheins der Klasse C oder CE entsandt. Haben diese den Führerschein, so gilt es in den Lehrgängen Maschinist für Löschfahrzeuge und eventuell im Drehleitermaschinisten Lehrgang das notwendige Wissen über diese speziellen Fahrzeuge zu erwerben. Es folgen Fahrtrainings und Einweisungen auf den zu besetzenden Fahrzeugen. Wie bei allen LKW Fahrern erfolgen regelmäßig medizinische Untersuchungen und auch allgemeine Fortbildungen. 18 Einsatzfahrer bildeten sich im Bereich der Ladungssicherung fort. Große Lasten, in Form von Sandsäcken, wurden zuletzt beim Hochwasser an der Elbe bewegt. Es ist unbedingt notwendig, dass diese, aber auch alle anderen beweglichen Gegenstände, zu jeder Zeit sicher verlastet sind. Häufige Fehler und sicheres Arbeiten wurden durch Stephan Burkhardt von der Unfallkasse NRW und die Selbstständige Fachkraft für Arbeitssicherheit Frau Carmen Pies als Referentin intensiv thematisiert.

2013-10-15_ne_fw_lehrgang_1An weniger geschäftigen Samstagen übernimmt die hauptamtliche Wachmannschaft die Verpflegung der auf Lehrgängen befindlichen Kräfte. Am vergangenen Samstag hat es sich ausgezahlt, dass die Malteser diese Aufgabe übernahmen. Den hauptamtlichen Löschzug beschäftigte ein Stromunfall in einer Firma im Neusser Hammfeld mit einem Verletzten. Zunächst wurde ein Brandmelderalarm durch die Kreisleitstelle alarmiert, jedoch wurde vor Ort festgestellt, dass ein Elektriker durch einen Lichtbogen an einer 380V Anlage verletzt wurde und dies die Brandmeldeanalge auslöste. Die Elektroanlage wurde zum teil leicht verbrannt und das Schalthaus musste belüftet werden. Der Elektriker wurde ins Krankenhaus transportiert und die Polizei ermittelt bezüglich der Unfallursache. Kaum war diese Lage abgearbeitet und die Kräfte wieder auf der Feuerwache, da ging es zu erneut, diesmal jedoch zu einem gewöhnlichen, Brandmelderalarm ins Kloster, der sich als technischer Defekt an der Anlage herausstellte.

Dank der Hilfe der Malteser war die Verpflegung sichergestellt und auch die hauptamtliche Wachmannschaft konnte es genießen einmal bekocht zu werden, anstatt selber an den Töpfen und Pfannen zu stehen.

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