Meerbusch: Altenpflegeheim Medina in Stümp – Mängelliste ist lang

Meerbusch-Strümp – Nicht erst seit kurzer Zeit sind immer wieder auftretenden Mängel, in verschiedenen Bereichen, ein Gesprächsthema zum Altenpflegeheim Medina. Wir berichteten über einen "verschwundenen Senior".

Selbiger ist leider bis zum heutigen Datum weiterhin unauffindbar.

Hierzu hat sich die Kreisfraktion der UWG/ Freien Wähler mit einem Antrag für den Sozial- und Gesundheitsausschuss an die Kreisverwaltung gewandt. Folgend der Text des Schreibens:

Sehr geehrter Herr Dr. Klose,

die Kreistagsfraktion UWG / Die Aktive bittet Sie, folgenden Antrag dem kommenden Sozial- und Gesundheitsausschuss am 12.09.2013 zur Entscheidung vorzulegen.

Antrag:

1.  Die Kreisverwaltung veranlasst die Schließung des Pflegheims Medina in Meerbusch
Strümp zum nächstmöglichen – bestens sofort – Termin aufgrund schwerer Pflegemängel.

2.  Die Kreisverwaltung wird gebeten, Auskunft zu erteilen, welche Maßnahmen nach
Kenntnisnahme   der Pflegemängel ergriffen wurden (z.B. wurden Abmahnungen
ausgesprochen oder Geldbußen verhängt) und welche Ergebnisse sich daraus ergeben
haben.

Begründung:

Die Kreisverwaltung muss schnell handeln, um den Bewohnern des Altenheims "Medina"
weitere Qualen zu ersparen.

Seit nun mehr 8 Monaten steht das Heim wegen akuter Gefahr für Leib und Leben der
Bewohner unter besonderer Aufsicht des Rhein-Kreises Neuss.

In die Ermittlungen gegen die Betreiber haben sich mittlerweile auch Polizei und
Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Insbesondere geht es um die unzureichende Unterbringung,
Versorgung, Betreuung der Patienten, mangelnde Hygiene, sowie weitere grobe Mängel.

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen hatte bereits im November 2012 einzelne Kriterien
im Bereich "Pflege und medizinische Versorgung" mit mangelhaft bewertet.

Der Gesamteindruck im Hinblick auf Hygiene und Sauberkeit wurde mit der Schulnote 5
bewertet. Ebenfalls "mangelhaft": die Durchführung erforderlicher Maßnahmen bei
Einschränkungen der selbstständigen Nahrungsversorgung. Für freiheitseinschränkende
Maßnahmen lagen zum Teil keine Einwilligungen vor (Note 5).

Die normale Heimaufsicht des Rhein-Kreis Neuss kann anscheinend mit den ihr zur Verfügung
stehenden Instrumenten nach dem Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) den Schutz und die
Interessen der Bewohner nicht gewährleisten.

Zusätzlich muss darauf hingewiesen werden, dass im Mai 2013 im Medina Wohnheim ein 76
jähriger Bewohner, der an starker Demenz erkrankt war und als völlig orientierungslos galt,
spurlos verschwunden ist und nach unserem Kenntnisstand bis heute nicht aufgefunden
wurde!

Zum jetzigen Zeitpunkt muss man davon ausgehen, dass der Betreiber, in diesem Fall der
Marseille Konzern nicht die notwendige Zuverlässigkeit zum Betrieb des Heims besitzt!

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