Korschenbroich: Gespinstmotte tritt aktu­ell ver­stärkt am Jüchener Bach auf

Korschenbroich – Kleinenbroicher rufen aktuell vermehrt bei Dr. Theo Verjans von der Stadtverwaltung an, weil sie glauben, Eichenprozessionsspinner am Jüchener Bach entdeckt zu haben.

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Foto: Stadt Korschenbroich

Der Mitarbeiter aus dem Bereich für Naturschutz und Landschaftspflege kann sie beruhigen: „In Kleinenbroich am Jüchener Bach tritt derzeit verstärkt die Gespinstmotte auf, nicht der Eichenprozessionsspinner.“ Was tut die Gespinstmotte derzeit? Sie webt ganze Bäume und Sträucher ein und frisst deren Blätter. Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet ist dies zu beobachten. Verjans erläutert:

„Die Raupen fressen sich an den Blättern satt und verpuppen sich dann in Gemeinschaftsgespinsten, geschützt vor Vögeln und anderen natürlichen Feinden. Nach der Verpuppung fliegen die Falter aus. Die Gespinste verwittern dann rasch, und die Bäume treiben wieder aus.“

Verjans erläutert: „Eine Gefährdung für Passanten und Anwohner besteht nicht und auch die Bäume erholen sich in der Regel wieder mit einem zweiten Blattaustrieb – dem so genannten Johannestrieb. Daher besteht kein Handlungsbedarf die Raupen, aus denen später grau-weiße Schmetterlinge mit schwarz gepunkteten Flügeln werden, zu entfernen.“

Schon in vergangenen Jahren hatten sich beunruhigte Bürger an den Umweltexperten gewandt. So waren die Gespinste zum Beispiel im Mai 2011 in geballter Form am Sportplatz in Steinhausen aufgetreten. „Die Population schwankt in der Natur. Deswegen fallen uns die Gespinste nicht jedes Jahr oder auch am gleichen Ort so ins Auge wie zurzeit am Jüchener Bach“, sagt Verjans. Wer nach wie vor Zweifel hat, um welche Art es sich in seiner Umgebung handelt, kann sich gern bei Theo Verjans melden: Tel. 02161/613-146 oder theo.verjans@korschenbroich.de.

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