Neuss: „Enkeltrickmasche” schlug fehl – Bankangestellter reagierte umsich­tig

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Neuss-Selikum (ots) - Am Montag (13.05.), gegen 14.00 Uhr, erhielt eine 85-jährige Seniorin aus Selikum den Anruf einer unbekannten männlichen Person.

Diese gab sich ihr gegenüber als guter Freund ihres verstorbenen Ehemannes aus und gab an, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden und dringend Bargeld zu benötigen. Der Unbekannte forderte die ältere Frau auf, das Geld von der Bank zu holen und es ihm auszuhändigen. Tatsächlich setzte sich die Frau mit ihrem Geldinstitut in Verbindung. Dort ist die sogenannte "Enkeltrickmasche" bekannt und der Angestellte reagierte umsichtig, so dass eine Geldauszahlung nicht vollzogen wurde.

Anschließend setzte sich der Filialleiter der Bank richtigerweise mit der Polizei in Verbindung und verhinderte so einen Betrug im Stil der "Enkeltrickmasche".

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang liegen keine Hinweise zur Identität des Betrügers vor.
Erfahrungsgemäß halten sich Gruppen dieser Betrüger für einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Gebiet auf. Daher ist nicht auszuschließen, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Betrugsversuchen kommt.

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Bei Anrufen dieser Art handelt es sich um den sogenannten "Enkeltrick" bei dem die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen ausgenutzt wird. Im schlimmsten Fall händigen die Opfer Geld in der Annahme aus, dass sich ein Verwandter(zumeist geben sich die Betrüger als Enkel aus) in einer finanziellen Notlage befindet. Tatsächlich handelt es sich bei dem Anrufer weder um einen Verwandten oder alten Bekannten, noch liegt eine finanzielle Notlage vor.

Die Polizei rät daher, niemals Geld an fremde Personen auszuhändigen und sich sofort bei der Verwandtschaft nach der Richtigkeit des Anrufes zu erkundigen. Derartige Vorkommnisse sollten unverzüglich der Polizei gemeldet werden. Angehörige von älteren Menschen, die alleine in ihren Wohnungen leben, sollten Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger aufklären.

Personen, die ebenfalls verdächtige Anrufe dieser Art erhielten und sich bislang nicht an die Polizei gewandt haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131-3000 in Verbindung zu setzen.

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