Neuss: Stadt wür­digt ehren­amt­li­ches Engagement

Neuss – Traditionell hat die Stadt Neuss am vergangenen Freitag wieder Bürgerinnen und Bürger geehrt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen.

Erster Stellvertretender Bürgermeister Thomas Nickel und Sozialdezernent Stefan Hahn betonten die Bedeutung des Ehrenamtes für die Stadt. Ohne das uneigennützige Engagement und den zeitlichen Einsatz wären viele Aufgaben in Vereinen nicht zu leisten. Wie vielfältig ehrenamtliches Engagement ist, zeigen die Preisträger, die in diesem Jahr aus sehr unterschiedlichen Bereichen kommen.

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(v.l.n.r.): Hans Schroeder, Beigeordneter Stefan Hahn, Barbara Keßler, Ingeborg Kluge, Dr. Britta Spies (Leiterin Schützenmuseum), Erster Stellvertretender Bürgermeister Thomas Nickel, Johanna Balsmeier, Stephan Zehnpfennig (Vorsitzender Sozialausschuss), Ernst Balsmeier, Hans-Peter Oebel (Sozialamtsleiter), Peter Albrecht, Peter Henseler (Landesverband für Blinde und Sehbehinderte) und Sigrun Rosenbaum (Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Kreis Neuss).

So war Ingeborg Kluge lange Jahre als Pfarrerin tätig, ein Beruf, der sicherlich eine gute Grundlage für ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei der Telefon-Seelsorge war. Im „Ruhestand“ hat sie sich 18 Jahre lang um die Sorgen und Nöte der Menschen gekümmert, die sich hilfesuchend an die Telefon-Seelsorge wenden.

Weiterer Preisträger ist Ernst Balsmeier, der ein besonderes Schicksal erlitten hat. Aufgrund einer Augenkrankheit ist er erblindet. Trotzdem oder gerade deswegen trat er in den Blinden- und Sehbehindertenverein für den Rhein-Kreis Neuss ein und ist dort mittlerweile erster Vorsitzender. Balsmeier hat eine Ausbildung als qualifizierter Berater für Blinde und Sehbehinderte. Zwischenzeitlich hat er ein Faltblatt mit dem Titel „Wenn die Augen schwächer werden…“ entwickelt. Darin werden offen die Probleme angesprochen um den Betroffenen Mut zu machen mit ihrer Behinderung zu leben. Das neueste Projekt ist die Gestaltung einer Internetseite für Sehende und Betroffene.

Auch Bürger aus dem „Schützenwesen“ gehören dieses Jahr zu den Preisträgern. Seit der ersten Stunde engagieren sich Peter Albrecht und Hans Schroeder in außerordentlichen Maß für das Rheinische Schützenmuseum Neuss mit Joseph Lange Schützenarchiv. Ohne das ehrenamtliche Engagement Beider wäre der Betrieb des Hauses nicht möglich. Sie bieten Führungen an und vermitteln kompetent und unterhaltsam die Schützengeschichte. Auch im Rahmen der Neusser Kulturnacht gestalteten sie das Programm für das Schützenmuseum. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, dass sich das Schützenmuseum in Neuss fest etabliert hat.

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