Rhein-​Kreis Neuss: Großtagespflege – Neue Wege bei der Kinderbetreuung

Rhein-Kreis Neuss – Im Rhein-Kreis Neuss soll es künftig ein Bindeglied zwischen der klassischen, familiennahen Kindertagespflege und der gruppenförmigen, institutionellen Betreuungsform im Kindergarten geben.

Dafür hat sich der Jugendhilfeausschuss im Kreishaus Grevenbroich ausgesprochen. Die so genannte Großtagespflege ist ein Zusammenschluss von zwei oder drei Kindertagespflegepersonen, die sich gleichzeitig um bis zu neun Jungen und Mädchen kümmern.

Das Kreisjugendamt beabsichtigt, solche Großtagespflegestellen in Kooperation mit den Kommunen einzurichten. Dazu sollen nun geeignete Räume gesucht und angemietet werden. Diese müssen im Erdgeschoss liegen und über einen zweiten Fluchtweg verfügen. Die Investitionen in Inventar und pädagogisches Material sollen im Rahmen der Bundes- und Landesförderung für den U3-Ausbau finanziert werden.

Die Betreuer in der Großtagespflege arbeiten freiberuflich, schließen mit den Eltern der Kinder entsprechende Verträge ab und beteiligen sich an den Betriebskosten. Miete und Energie werden im Rahmen der Aufwendungen für die Kindestagespflege vom Jugendamt bezahlt. Eine der Tagespflegepersonen soll langjährige Erfahrungen in der Kinderbetreuung haben und über eine Erlaubnis zur Betreuung von fünf Kindern verfügen. Von den neun Kindern dürfen bis zu zwei unter einem Jahr sein. Zur Gewährleistung der Aufsichtspflicht müssen grundsätzlich zwei Betreuer anwesend sein, wenn mehr als fünf Jungen und Mädchen da sind. Zusätzlich können eine Küchenkraft, eine Vertretung beziehungsweise Praktikantinnen und Praktikanten eingesetzt werden.

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