Neuss: Pressekonferenz zum Mord im Neusser Jobcenter

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Neuss – Gegen 13:00 Uhr eröffnete Hans-Willi Arnold, Pressesprecher der Neusser Polizei, die Pressekonferenz in der die ermittelnde Staatsanwältin Britta Zur sowie der Leiter der Mordkommission Guido Adler Auskünfte zum Tathergang und deren Umstände erteilen wollen.

Pressesprecher Hans-Willi Arnold, Guido Adler (Mordkommission), Staatsanwältin Britta Zur

Zum Tathergang wurde dargelegt, dass der mutmaßlicher Täter nicht das Ziel hatte, das 32-jährige spätere Opfer zu töten. Erst als er die Person die er ursprünglich aufsuchen wollte nicht antraf, begab sich Ahmet S. in das auf dem gleichen Flur liegende Büro von Irene N.. Diese hatte für den ohne Termin erschienen keine Zeit und bat selbige wieder zu gehen. Im Verlauf des folgenden Angriffs auf Irene N. benutzte der Täter zwei Messer, die er schon bei sich führte und wahrscheinlich zur Tatausführung mitgebracht hatte. Bei dem ersten Messer brach die Klinge und mit der Zweiten mitgebrachten Waffe, einem Küchenmesser mit 20cm Klingenlänge, attackierte es die arglose Frau.

Irene N. wurde von mehreren Stichen schwerst verletzt und verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. Aufgrund des vorliegen Tatmusters und der Brutalität der Ausführung geht die Staatsanwältin Britta Zur von einem Mordvorsatz aus.

Auslöser der Tat war eine in der Vergangenheit abgegebene Datenschutzerklärung des Täters. Diese ist erforderlich, damit das Jobcenter die Daten der „Kunden“ an potenzielle Arbeitgeber weiter geben kann. Nachdem Ahmet S. diese in der Vergangenheit bei einem „Jobtrainer“ abgegeben hatte, muss er wohl über verschiedene Medien etwas über Adresshandel gelesen haben. Dies hat ihn derart erbost, dass er den „Jobtrainer“ zur Rede stellen wollte. "Er hatte Angst, dass man mit seinem Bild Millionen verdienen könnte." so Guido Adler. Bei der Vernehmung gab er an, dass es bereits von dem Besuch im Jobcenter „vor Wut gekocht“ habe. "Technische Einzelheiten" zur Tatausführung werden aus Respekt nicht publiziert.

Das mögliche Ziel von Ahmet S. könnte ein Mitarbeiter des Internationalen Bund e.V. gewesen sein. Dessen Büro befinden sich im gleichen Flur wie die des Jobcenters. Armin K. (Name geändert) kümmerst sich im Rahmen des Projektes „Visionen 50plus“ um die Reaktivierung der „Kunden“ des Jobcenters. Bietet Hilfe bei dem Erstellen von Bewerbungen und Lebensläufen. Der ehemalige Sozialarbeiter versucht den oft desillusionierten und frustrierten Arbeitslosen wieder eine Perspektive zu eröffnen.

(2 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

1 Kommentar

  1. Es ist mir unver­ständ­lich wieso es kei­ner­lei Zugangskontrollen in gerade so sen­sieblen Bereichen gibt.
    In kei­nem Justitzgebäude gibt es für den nor­ma­len Bürger einen ein­fa­chen Zugang, jeder muß durch eine Sicherheitsschleuse und durch eine Personenkontrolle. Gerade in Bereichen die sich um die Grundversorgung der Bürger küm­mern müs­sen , ist ein Schutz der Mitarbeiter anschei­nend nicht vor­ge­se­hen, Wir wis­sen doch alle das es viele Menschen gibt die sich nur über Gewalt mit­tei­len kön­nen, das ist natür­lich keine Entschuldigung, aber wenn man es weiß, sollte dem auch ent­ge­gen gewirkt wer­den.
    Die Frage nach irgend­wel­chen Kosten dürfte mei­ner Meinung nach erst gar nicht gestellt wer­den,
    Ein Menschenleben ist ein­fach unbe­zahl­bar.

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