Neuss: „Jröne Meerke“ lang­sa­mes Siechtum oder Mehrwert für alle

Neuss-Furth - Das es mit dem von Anwohnern und Freizeitfreunden beliebte Jröne Meerke nicht zum besten steht ist seit längerem bekannt.

Die Wasserqualität nimmt kontinuierlich ab, das Algenwachstum zu. Ursächlich verantwortlich für diesen Zustand scheinen die Wasservögel zu sein, die sich hier ansiedeln.

Am See halten sich nur wild lebende Vögel auf, die mit dem natürlicherweise vorhandenen Nahrungsangebot gut auskommen. Erst durch Füttern siedeln sich zu viele Wasservögel an, die durch ihre Ausscheidungen die Zufuhr von Pflanzennährstoffen stark erhöhen. Die Folge ist ein übermäßiges Wachstum bestimmter Pflanzen- und Algenarten im Wasser.

Dieser Vorgang führt zu einem schädlichen Nährstoffreichtum im Gewässer. In einem nährstoffreichen Gewässer nimmt der Sauerstoffgehalt, der für den Abbau der organischen Substanzen gebraucht wird, ab. Wegen dieses Sauerstoffmangels bauen nun sauerstofffreie Bakterien die organische Materie ab. Durch diesen Prozess entsteht sogenannter Faulschlamm und giftiger Schwefelwasserstoff. Ein Gas, das wir faule Eier riecht. Jetzt sterben im Gewässer fast alle Lebewesen ab. Die Folge: das Gewässer kippt um. Demnach ist die „Tierliebe“ mancher Mitbürger hier mehr als deplatziert, sie schaden dem natürlichen Gleichgewicht in der Natur.

Jedoch ist dies nur ein Teil des Problems. Zusätzlich können die Ausscheidungen zu vieler Wasservögel auch Ursache für bakterielle Verunreinigungen des Gewässers und für Krankheiten der Vögel sein. Anzeichen hierfür sind im Seebereich mehr als deutlich erkennbar. Kahl gefressene Wiesen und großflächig mit Kot übersäte Uferbereiche zeugen von einer Überpopulation.

Für die Erholung von Familien, mit kleineren Kindern, ist dieser See nicht mehr geeignet. Die Gefährdung durch die Exkremente der Vögel ist vorhanden. Bei unserem Lokaltermin war es kaum möglich, den Bereich in Wasser Nähe zu begehen ohne in Kot zu treten. Von diesen Arealen, möglicher weise auch im gesamten Seebereich, geht eine Gesundheitsgefährdung aus. Möglicher weise ist dies auch der Grund, warum der Spielplatz bereits abgesperrt wurde.

Wie könnten hier Probleme gelöst werden? Fütterung-Verbot (aus Einsicht und nicht nur erzwungen), die Algen aus dem See soweit wie möglich entfernen, vielleicht einen Greifvogel ansiedeln um die Gänsepopulation einzuschränken und die Uferbereiche vom Kot reinigen.

 

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