Kreis star­tet Projekt zur Verbesserung der Mittagsverpflegung an Schulen

Rhein-Kreis Neuss – Die Zeiten, in denen in der Schulmensa zu große und zu fettige Mahlzeiten aufgetischt werden und am Schulkiosk "Kalorienbomben" zum Verkauf stehen, sollen bald im Rhein-Kreis Neuss zu Ende gehen.

Das Kreisgesundheitsamt startet in Kooperation mit dem ESG-Institut für Ernährung aus Essen das Projekt "Gesund genießen" zur Verbesserung der Mittagsverpflegung an Schulen. In den kommenden zweieinhalb Jahren werden fünf Schulen im Kreisgebiet exemplarisch unterstützt: Sebastianusschule in Kaarst, Städtisches Meerbusch-Gymnasium, Neusser Privatschule, Nelly-Sachs-Gymnasium und Gymnasium Norf in Neuss.

Der Rhein-Kreis Neuss reagiert mit seiner Initiative auch auf das verheerende Ergebnis einer am Jahresbeginn veröffentlichten Studie der Hochschule Niederrhein zur Verpflegungssituation an deutschen Schulmensen. Danach ist das Essen in deutschen Schulen zu 90 Prozent mangelhaft. Große Defizite wurden in der Hygiene und der Qualifizierung der Mitarbeiter sowie in der Ausgewogenheit der Speisenpläne festgestellt. Besonders kritisiert die Studie die Qualität des Essens.

Das Projekt des Kreisgesundheitsamtes will zusammen mit den teilnehmenden Schulen die bisherige Gestaltung der Verpflegungspläne auf den Prüfstand stellen. Kontinuierlich soll zu dem der Anteil frisch zubereiteter Lebensmittel erhöht werden. Damit soll auch die Akzeptanz der Mittagsverpflegung bei den Schülern steigen, die häufig lieber Mitgebrachtes verzehren oder umliegende Schnellimbiss-Angebote nutzen. Ein weiteres Projektziel ist die Gestaltung einer gesunden Esskultur, die einen reibungslosen Ablauf bei der Essensausgabe und ansprechende Räumlichkeiten vorsieht.

Zur Motivation für das Projekt sagt Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky: "Erstens wird die Grundlage für künftige Essgewohnheiten bereits im Kindesalter gelegt, und zweitens sind Übergewicht und Essstörungen immer wichtiger werdende gesellschaftliche Themen." Der Rhein-Kreis Neuss stellt für das Projekt 15 000 Euro zur Verfügung und wird mit weiteren 9 000 Euro von der Techniker Krankenkasse gefördert.

Rhein-Kreis Neuss

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