Tagebau Garzweiler: Arbeiten für neue Autobahn A44 haben begon­nen (Karte)

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Jüchen – (straßen.nrw) Mit dem offiziellen Spatenstich durch Vertreter des Bundes, des Landes, der betroffenen Region und der Wirtschaft haben heute die Arbeiten für die neue Autobahn A44 zwischen den Autobahnkreuzen Jackerath und Holz begonnen.

Zusammen mit dem sechsstreifigen Ausbau der A46 zwischen Wanlo und Holz wird in den kommenden sechs Jahren eine leistungsfähige Alternative zur A61 zwischen Jackerath und Wanlo geschaffen, die dann dem Tagebau Garzweiler weichen muss. Die "A44n" ersetzt zudem die alte A44, die bereits 2006 für den Tagebau zurückgebaut wurde. Rund 100 Millionen Euro werden die Bauarbeiten kosten, die fast komplett die RWE Power AG übernimmt.

Grafik: Straßen NRW

"Bereits im Jahr 2006 wurde die alte A 44 im Rahmen des Tagebaus Garzweiler abgebaggert. Die Verkehre werden derzeit über die etwa parallel verlaufende A61 und die A46 abgewickelt. Da die A61 ihrerseits voraussichtlich im Jahr 2017 vom fortschreitenden Tagebau in Mitleidenschaft gezogen wird, sind der Neubau der A 44 und der leistungsfähige Ausbau der A 46 bis dahin dringend geboten", sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium.

Für das Land Nordrhein-Westfalen überbrachte Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, die Grüße der Landesregierung und sagte: "Unser heutiger Termin an diesem Standort bündelt anschaulich die drängenden politischen Fragen: Der Anlass für diesen Autobahnneubau ist die sichere und preiswerte Energieversorgung, heute noch mit dem fossilen Brennstoff Braunkohle; unterdessen drehen sich am Horizont bereits neue regenerative Energieträger; für die in Zukunft weiter wachsenden Verkehrsbelastungen bauen wir hier die A44 neu mit größerer Leistungsfähigkeit, als sie die alte Strecke hatte."

RWE Power Vorstandsvorsitzender Dr. Johannes Lambertz erklärte: "Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir einen wichtigen Meilenstein zur planmäßigen Entwicklung des Tagebaus Garzweiler". Und weiter: "Unsere heimische Braunkohle wird weiter ein unverzichtbarer Baustein für die Stromerzeugung in Deutschland sein. Hochmoderne Kraftwerke wie unsere BoA-Blöcke stoßen nicht nur erheblich weniger CO2 aus als Altanlagen, sie sind vor allem flexibel und können so die nicht planbare Einspeisung von Sonne und Wind ausgleichen. Für das Gelingen der Energiewende ist genau dieses Miteinander notwendig."

Mehr als zehn Kilometer wird die "A44n" künftig messen. 7,2 Kilometer davon werden sechsstreifig gebaut. Die A46 wird auf einer Länge von 2,3 Kilometern verbreitert. Umgebaut und angepasst werden müssen in diesem Zusammenhang auch die betroffenen Autobahnkreuze Jackerath, Holz und Wanlo. Die Planungen für die Maßnahme laufen seit dem Jahr 2000. Rund 90.000 Fahrzeuge werden nach der aktuellen Prognose im Jahr 2035 die "A44n" nutzen. Die "alte" A44 musste schon 2006 dem Tagebau weichen. In den kommenden sechs Jahren werden 14 Brücken neu entstehen, drei müssen umgebaut werden.

"Vier neue Lärmschutzanlagen werden künftig die Anwohner schützen. Als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur werden sieben Hektar Streckenabschnitte, die nicht mehr benötigt werden, entsiegelt. Zudem sollen 26 Hektar mit Gehölzen und Stauden bepflanzt werden", erläuterte Straßen.NRW-Chef Winfried Pudenz.

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