Dormagen: Behelfsbrücke über die A57 wird vor­mon­tiert (Bilder)

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Dormagen - Nach dem Abriss der schwer beschädigten Brücke der A57 in Dormagen Nievenheim wird die Behelfsbrücke gegenwärtig vormontiert. Rund 13.500 Bolzen müssen in den kommenden Wochen für die beiden 180 Tonnen (Richtung Köln) und 160 Tonnen (Richtung Krefeld) schweren und jeweils 80 Meter langen Brücken befestigt werden, damit ab Ostern der Verkehr wieder auf vier Fahrspuren fließen kann.

Bei der Brücke handelt es sich um einen Bausatz, der in den 1960er Jahren entwickelt wurden. Die sogenannte „Festbrückengeräte“ werden Bundesweit in zehn Brückenlagern gelagert. In diesem Fall stammten die Teiler aus dem Lager in Willich-Schiefbahn. Vor hier aus werden die Einzelteile zur späteren Einsatzstelle, mittels LKW, verbracht. Vorort wird die „D-Brücke“, „D“ weil es sich um eine Dreieck-Stützkonstruktion handelt, auf Rollwagen vormontiert und später über die Bahnlinie und den Wirtschaftsweg (Ernteweg) geschoben.

 

D-Brücke Fahrtrichtung Krefeld:

  • 54,90 Meter Lange
  • 36,60 Meter Einzelstützweite (gegenwärtig werden neue, vorübergehende Stützpfeiler gegossen)
  • Ca. 189 Tonnen Gewicht
  • 19 zweispurige Fahrbahnplatten (ca. 80 Tonnen)
  • 128 Hauptträgerdreiecke (ca. 41 Tonnen)
  • c. 8.000 Schrauben

 

D-Brücke Fahrtrichtung Köln:

  • 73,20 Meter Lange
  • 36,60 Meter Einzelstützweite (gegenwärtig werden neue, vorübergehende Stützpfeiler gegossen)
  • Ca. 244 Tonnen Gewicht
  • 25 zweispurige Fahrbahnplatten (ca. 105 Tonnen)
  • 176 Hauptträgerdreiecke (ca. 56 Tonnen)
  • c. 10.000 Schrauben
Die D-Elemente werden in diesem Fall doppelstöckig montiert, d.h. zwei Elemente übereinander. Obere und untere Elemente erhalten je einen weiteren Stützträger, dies in zweifacher Ausführung. Pro Trägerelement werden vier D-Module und zwei Stützträger verbaut.Zwischen den Trägerelementen erfolgt die Montage der Fahrbahnplatten, mit unterschiedlichen Spurbreiten. Eine „PKW-Spur“ mit 2,6 Meter und „LKW-Spur“ mit 3,4 Meter. Als Fahrbahnbelag dient eine Kunstharz-/ Splitmischung.

Im Brückenlager werden die einzelnen Elemente der Ersatzbrücken, nach deren Einsatz, wieder aufgearbeitet oder wenn dies nicht mehr möglich ist, aussortiert. Besonders die Verschraubungen unterliegen einer hohen Belastung. Damit es bei künftigen Montagen nicht zu unnötigen Verzögerungen kommt, ist für diese Aufgabe ein Spezialist im Brückenlager tätig. In dessen Aufgabenbereich fällt die Auswahl ob Schrauben noch verwendbar sind oder entsorgt werden müssen. Auch die Aufarbeitung obliegt seinen geschulten Händen.

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