Rhein-​Kreis Neuss: Sechs neue Schüler für die Schulschiedsstelle des Rhein-​Kreises (Foto)

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Rhein-Kreis Neuss - Unerlaubtes Rauchen auf dem Schulhof, Schikane unter Schülern oder Sachbeschädigung im Klassenzimmer – das sind nur ein paar Beispiele für Fälle, die vor der Schulschiedsstelle des Rhein-Kreises Neuss verhandelt werden. Seit rund einem Jahr werden bei Konflikten in der Schule Gleichaltrige eingeschaltet.

Nicht nur im Rhein-Kreis Neuss, sondern auch in anderen Städten und Kreisen in NRW richtete die Landesregierung diese Schiedsstellen ein. Sechs neue Schüler aus dem Kreisgebiet wurden vor kurzem für diese Tätigkeit ausgebildet. Damit gehören jetzt elf Schüler aus sechs Schulen in Dormagen, Kaarst, Meerbusch und Neuss sowie zwei Schulsozialarbeiter zur Schulschiedsstelle.

Kreisschuldezernent Tillmann Lonnes und Schulamtsdirektorin Christa Banisch begrüßten die neuen Mitglieder der Schiedsstelle. Dezernent Tillmann Lonnes erläuterte: "16 Fälle wurden im letzten Jahr hier im Neusser Kreishaus verhandelt. Diese Zahl zeigt, dass die Nachfrage nach einer neutralen Schiedsstelle außerhalb der Schule groß ist." Christa Banisch hob das Engagement der Schüler hervor: "Sie tragen mit Ihrer Tätigkeit zu einem friedlichen Miteinander in den Schulen bei.

" Wann wird die Schulschiedsstelle eingeschaltet? "Sie ist immer dann zuständig, wenn die betroffenen Schüler zustimmen, dass ihr Fall nicht schulintern, sondern vor einem unabhängigen Gremium verhandelt wird", erklärt Schulamtsdirektorin Banisch. Grundschulen ab Klasse vier sowie alle weiterführenden Schulen – von der Förderschule bis zum Gymnasium – können Fälle von Regelverletzungen an die Schiedsstelle weitergeben. Bereits seit einem Jahr engagieren sich Tim Ellinghaus, Vivien Gabriel, Fabian Mertens und Merve Uyar von der Gesamtschule Maria-Montessori in Meerbusch sowie Tim Galinski von der Hermann-Gmeiner-Hausptschule in Dormagen ehrenamtlich in der Schulschiedsstelle des Rhein-Kreises Neuss. Foto: Rhein-Kreis Neuss


Kreisschuldezernent Tillmann Lonnes (r.) und Schulamtsdirektorin Christa Banisch (4.v.l.) begrüßten gemeinsam mit Schulzozialarbeiter Andreas Berndt (l.) und den bisherigen Mitgliedern der Schulschiedsstelle Fabian Mertens und Vivian Gabriel die neuen Mitglieder der Schulschiedsstelle Paul von Groote, Michelle Theresa Zöllkau, Christoph Benden und Dominik Küster.

Neu hinzugekommen sind jetzt Gülbahar Korkmaz von der Ganztagshauptschule Geschwister-Scholl in Neuss, Michelle Theresa Zöllkau von der Realschule Südstadt in Neuss, Christoph Benden und Dominik Küster von der Gemeinschaftshauptschule Kaarst-Büttgen sowie Paul von Groote und Katrin Jansen vom Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss. Stolz berichten Christoph Benden und Dominik Küster von der Städtischen Gemeinschaftshauptschule Kaarst-Büttgen, dass es für sie "eine Ehre" ist, von ihrer Schule für die Tätigkeit als Schlichter auf Kreisebene ausgewählt worden zu sein.

Während ihrer Ausbildung wurden die Jugendlichen in Gesprächsführung und Konfliktverhalten trainiert. Dabei lernten sie die schulrechtlichen Aspekte ihrer Tätigkeit kennen und erfuhren, wie sie angemessen auf Regelverletzungen reagieren. Mögliche Sanktionen sind eine öffentliche Entschuldigung oder eine Wiedergutmachung in Form von Sozialstunden.

Fabian Mertens von der Meerbuscher Maria-Montessori Gesamtschule berichtet aus der Praxis: "Schüler, die beim Rauchen erwischt wurden, verbringen zum Beispiel einen Monat lang die Pause unter Beaufsichtigung eines Lehrers. Und wer Sachbeschädigung begangen hat, ist hinterher für die Reinigung zuständig." Bei den Verhandlungen der Schulschiedsstelle im Neusser Kreishaus sind immer drei Schüler anwesend sowie mit Andreas Berndt von der Ganztagshauptschule Neuss-Weißenberg oder Joachim Müller von der Hauptschule Dormagen jeweils ein Schulsozialarbeiter

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