Neuss: Schützen und Stadt orga­ni­sie­ren die Sicherheit des Schützenfestes neu

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Neuss - Schuldenkrise, Königshochzeiten und so man­ches lokale Ereignis: Die Neusser Schützen sind auch in die­sem Jahr nicht um Fackelbauthemen verlegen. Denn der Fa­ckelzug am Samstagabend wird geprägt durch dutzende Großfackeln, genauer: 91 in diesem Jahr. Es ist der erste große Höhepunkt und Geheimtipp des Neusser Schützenfestes.

Diese Großfackeln, von den Aktiven in monatelanger Kleinarbeit her­gestellt, nehmen die wichtigen und weniger wichtigen Themen des Zeitgeschehens aufs Korn. „Für die Politik in Neuss ist der Fackelzug stets auch ein wichtiger Gradmesser des kommuna­len Geschehens“, kommentiert Bürgermeister Herbert Napp das abendliche Ereignis. „Man kann dann immer gut erkennen, wel­che Themen den Bürgern unter den Nägeln brennen“, erklärt Napp weiter.

Das offizielle Festprogramm beginnt am Samstag, 27. August 2011, um 12 Uhr mittags mit dem Donner der städtischen Ge­schütze, dem Festgeläut und dem Hissen der Fahnen in den Straßen und auf den Türmen der Stadt. Vor dem abendlichen Fackelzug marschieren im Anschluss an das Totengedenken die Tambourkorps durch die Stadt und bringen das „Freud euch des Lebens“ in alle Winkel und Gassen. Bereits am Tag zuvor, am Freitag, 26. August 2011, eröffnet Bürgermeister Napp mit dem traditionellen Fassanstich die große Neusser Kirmes.

Nach dem Fackelzug steht am Sonntagmorgen die Große Kö­nigsparade auf dem Programm. Der Tag beginnt mit dem festli­chen Hochamt in der St.-Quirinus-Basilika. Anschließend zie­hen die zehn Schützenkorps des Neusser Regiments mit insge­samt 6.951 Schützen, darunter allein 1.680 Musiker auf dem Markt an Schützenkönig Werner IV. (Kuhnert), den Ehrengäs­ten und dem Komitee des Neusser Bürger-Schützenvereins vorbei. Die „einmaligen“, also besonderen Ehrengäste sind diesmal: der US-amerikanische Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, der Hochmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Dr. Emanuel Prinz zu Salm-Salm und Dr. Karl Hans Arnold, Vorsitzender der Ge­schäftsführung des Rheinisch-Bergischen Verlags. Die Königs­parade ist der alljährliche Höhepunkt des seit 1823 in der Quiri­nusstadt gefeierten Festes. Sie wird wiederum vom Westdeut­schen Rundfunk ab 11 Uhr direkt übertragen.

„Das Neusser Schützenfest ist ein echtes Volksfest von Bürgern für Bürger, kein modernes Event, wo man nur hingeht um zu konsumieren“, sagt Bürgermeister Napp. Die gesamte Organi­sation liegt in den Händen von ehrenamtlich engagierten Mit­gliedern in Komitee, Korps und Gesellschaften. Der Jurist Napp betont zugleich, dass die Sicherheitsanforderungen für dieses Fest, das insgesamt bis zu eine Million Gäste anzieht, auch von dem privaten Verein der Schützen eingehalten werden müssen. Nach der Katastrophe der Love Parade vor zwei Jahren in Duisburg, hatte das NRW-Innenministerium die Anforderungen für derlei Großveranstaltungen verschärft, was auch für die Neusser Schützen eine besondere Herausforderung war. Stadt und Schützen haben vergangenes Jahr kurzfristig und umfas­send reagiert.

Vor allem das Königsvogelschießen am Dienstagabend mit sei­nen rund 10.000 Besuchern auf der Festwiese vor der Stadt bedarf alljährlich der genauen Beobachtung. Dabei gilt es, hin­reichend viele und ausreichend große Fluchtwege bereitzuhal­ten. Im Vordergrund aber steht natürlich die Freude, dass die Neusser Schützen zum Ende des Festes einen neuen Schüt­zenkönig hochleben lassen können. Der abendliche „Wackel­zug“ und ein großes Feuerwerk beenden schließlich das Neusser Schützenfest 2011.

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