Meerbusch: Kommentar zu: „Abwegig“ WZ Newsline

Meerbusch - Es ist tatsächlich „Abwegig“ wenn die Meerbuscher WZ Schreiberin Beatrix Van Vlodrop mit ihrem Artikel und angeschlossenem Kommentar über die Feldberegnung in Meerbusch auslässt. Oh Pardon, nicht die Beregnung war es, sondern die UWG mit ihrem Vorsitzenden Christian Staudinger-Napp.

Da echauffiert sich Frau Van Vlodrop, in ihrem Kommentar, über die Aussage, es hätten sich “zahlreiche Bürger“ beschwert, weil die Feldberegnung auch angrenzende Straßen erfasst. Bezieht sich, völlig kontextfremd, auf einen Bericht in der WDR Lokalzeit, wo die Redakteure Gespräche mit einer Pkw-Fahrerin, im Cabriolet, und einem Motorradfahrer führten. Bei der Dame im Cabriolet mag die „leicht beregnete Frisur“ vielleicht ja noch vertretbar erscheinen, die Gefährdung des Motorradfahrers liegt jedoch offensichtlich auf der Hand, wenn selbiger plötzlich der Sicht beraubt wird. Die schlüssige Erklärung lieferte der Kradfahrer gleich mit.

Auch vertreten in diesem Interview war Herr Staudinger-Napp. Dieser bezog sich weder auf die beregnete Cabrioletfahrerin noch auf den Motorradfahrer, was lt. Frau Van Vlodrop, so gewesen sein soll. Es wurde lediglich bemängelt, dass Bürger wenn Sie derartige Beschwerden haben bei der Stadtverwaltung keinen Ansprechpartner finden. Die Stadtverwaltung verweist die Bürger zur Polizei, diese sieht sich jedoch für „Feldberegner“ nicht zuständig. Wohin also mit der Anregung/ Beschwerde? Genau diesen Tatsache hat Herr Staudinger-Napp aufgegriffen.

Dann wird im Artikel angeführt, bisher gab es noch keine Unfallursache „Kein Unfall durch nicht natürliche Bewässerung der Fahrbahn“. Das mag ja so stimmen, nur erklären Sie dies doch bitte der Familie eines Kradfahrers, der Aufgrund plötzlicher äußerer Einflüsse – keine Sicht mehr – erschrickt und das Lenkrad verreist. In harmlosen Fall landet er unverletzt im Feld. Das Gegenteil: Ein Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden PKW.

Zitat Frau Van Vlodrop im Kommentar: „Vielleicht haben sich wirklich „zahlreiche Bürger“ über die Bauern beschwert, aber diese Abstrusität ernsthaft aufzugreifen, ist abwegig.“ und im Artikel: „Dort verweist man kurz und zutreffend auf die Polizei, die für Fragen der Verkehrssicherheit zuständig sei. Die entsprechende Anfrage leitete die Stadt („natürlich!“) an die zuständigen Stellen weiter.

Die Redaktion hat mit der Pressestelle der Polizei im Rhein-Kreis Neuss ein Gespräch geführt. Hier gibt es eine differenzierte Aussage: Die Polizei ist nicht für Feldberegner zuständig und jeder Verkehrsteilnehmer hat eine Sorgfaltspflicht auf äußere Einflüsse reagieren zu können. Wenn jedoch dieser Umstand eine „Gefährdung der Straßenverkehrs“ darstellt, liegt es im Aufgabenbereich der Polizei diese „Gefährdung“ zu bewerten. Liegt eine solche vor, wendet sich die Polizei an die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung.

Hier greift der Vorschlag von der UWG. Es wäre erheblich einfacher mit dem Fachbereich 1 Bürgerbüro, Sicherheit und Umwelt direkt zu reden. Heiko Bechert (Leiter) kennen die ortsansässigen Bauern, ein Telefonat und die Straße bleibt/ wird trocken. Statt Einsatzkräfte der Polizei zu binden, die ggf. besser an einer anderen Stelle präsent wären. So etwas nennt sich „Bürgernähe“.

Besonders interessant ist die Tatsache, dass Frau Van Vlodrop Herrn Staudinger-Napp zitiert. Nach Auskunft des selbigen gegenüber Klartext-Ne gab es keine direkten Gespräche. Vielleicht hat Frau Van Vlodrop sich das Gespräch nur eingeBILDet und ein entsprechendes Niveau erreicht.

Mit einem hat Frau Van Vlodrop jedoch die ungeteilte Zustimmung der Redaktion von Klartext-NE: Artikeln und Kommentar sind: „Abwegig!“

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