Grevenbroich: „Klassik in der Stadtbücherei“ – neues Programm 2011/​2012

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Grevenbroich - Die Veranstaltungsreihe „Klassik in der Stadtbücherei“ startet am Donnerstag, 19. Mai, 19:30 Uhr mit der ersten von rund fünf Veranstaltungen der neuen Saison. Dr. Eckhardt van den Hoogen, Pro Classics und Thomas Wolff, Fachbereich Kultur, werden die Geschichte und die zahlreichen Geschichten rund um berühmte Komponisten und ihre Musik nachzeichnen.

Die Reihe, die gemeinsam mit dem Förderverein der Stadtbücherei veranstaltet wird, lockt seit fünf Jahren Musikinteressierte in die Räume der Stadtbücherei auf der Stadtparkinsel. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Spenden für den Förderverein zur Unterstützung der Arbeit der Stadtbücherei sind herzlich willkommen.

E.T.A. Hoffmann – Dichter Maler, Musiker

Donnerstag, 19. Mai, 19:30 Uhr

Der genialisch-schrullige Kapellmeister Kreisler entstammte der Feder des 1776 im ostpreußischen Königsberg als Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann geborenen Schriftstellers, Malers und Musikers, der sich in schwärmerischer Begeisterung für den Wiener Meister Mozart bald „Amadeus“ statt „Wilhelm“ nannte. Seine literarischen Figuren und phantastisch-doppelbödigen Geschichten inspirierten Künstler aller Sparten. Robert Schumanns Klavierzyklus „Kreisleriana“ legt ein klangvolles Zeugnis dieser kongenialen Wirkung ab. Und auch Richard Wagner empfing von diesem „nachtschwarzen“ Romantiker wesentliche Impulse. Vergessen jedoch wurde neben dem Dichter allzu oft der Musiker Hoffmann, der als Schöpfer der 1816 in Berlin uraufgeführten ersten romantischen Oper „Undine“, Musikgeschichte geschrieben hat. Um einen Streifzug durch sein umfangreiches kompositorisches Schaffen ist es an diesem Abend zu tun.

Gustav Mahler – zum 100. Todestag

Donnerstag, 16. Juni, 19:30 Uhr

Das gewaltige musikalische Universum Gustav Mahlers, der vor hundert Jahren, am 18. Mai 1911 im Alter von 50 Jahren verstarb, lädt immer wieder zu neuen Entdeckungsreisen ein. Als glühender und begeisterungsfähiger Interpret der Werke Anderer blieb Mahler seinem  Motto  „Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche“ kompromisslos treu. Aber als Komponist wusste er darum, dass trotz überwältigender Erfolge, wie er sie mit seiner achten Sinfonie wenige Monate vor seinem Tod, im September 1910 erleben konnte, die Zeit für seine Werke noch ausstand. Sein Einfluss auf den Komponistenkreis der „Zweiten Wiener Schule“ mit Schönberg, Berg und Webern war groß und auch nach seinem Tod beschäftigte die Diskussion um das lange von seiner Witwe Alma Mahler gehütete Partiturfragment seiner 10. Sinfonie Musikkritiker, Musiker und Wissenschaftler.

Der Ring des Nibelungen – zum 135jährigen Bühnenjubiläum

Donnerstag, 22. September, 19:30 Uhr

Vor rund 135 Jahren, im August 1876, konnte nach fast dreißigjähriger Gärungs- und Entstehungszeit ein musikalisches Riesenwerk seine Uraufführung auf dem eigens dafür errichteten Theater auf dem grünen Bayreuther Hügel feiern. Mit Stolz hatte der Verfasser seinem berühmten Mäzen, König Ludwig II. von Bayern, bereits vier Jahre vor der Uraufführung die Fertigstellung, angezeigt: „Vollendet das ewige Werk! / Wie im Traum ich es trug,/ wie mein Wille es wies,/ was bange Jahre barg des reifenden Mannes Brust,/ aus winternächtigen Wehen der Lieb’ und des Lenzes Gewalten/ trieben dem Tag es zu: Da steh’ es stolz zur Schau,/ als kühner Königsbau prang’ es prächtig der Welt!“

Richard Wagners moderne, zeitlose und vielschichtige revolutionäre Parabel erzählt vom Rheingold und Liebe, vom Urfluch des hässlichen Nibelungen Alberich, der „der Liebe Macht entsagt“ und sich der Macht des Goldes bemächtigt. Eine ganze Welt gerät so aus den Fugen, um am Ende nach Lug und Trug, Täuschung, Verrat und zahlreicher gebrochener Verträge und Schwüre unterzugehen, um schließlich neu zu erstehen.

Ferruccio Busoni – ein Musikpionier des 20. Jahrhunderts

Donnerstag, 10. November, 19:30 Uhr

Das vielfältige Wirken des virtuosen Pianisten, Musikpädagogen, Komponisten und Theoretikers Ferruccio Busoni, der 1866 im italienischen Empoli bei Florenz als Sohn italienisch-deutscher Eltern geboren wurde, steht im Mittelpunkt dieses Abends. Als Bach-Forscher und Bearbeiter seiner Werke leistete Busoni Wertvolles für die Bach-Rezeption zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit seinen theoretischen Werken wie dem 1907 veröffentlichten „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ entwickelte er Überlegungen über neue Tonskalen. Als Komponist schuf er mit dem „Doktor Faustus“, der unvollendet blieb und von Philipp Jarnach in eine aufführungsreife Fassung gebracht wurde, ein musikdramatisches modernes Meisterwerk, das auf den Urstoff des Volksbuches um die tragische Gestalt des Alchimisten und Forschers zurückgriff.

Leos Janacek – ein Porträt

Donnerstag, 12. Januar 2012, 19:30 Uhr

Die Bühnenwerke des tschechischen Komponisten erfreuen sich auf den Spielplänen der Opernhäuser großer Beliebtheit: „Aus einem Totenhaus“, „Jenufa“, „Das schlaue Füchslein“, „Katja Kabanowa“ oder „Die Sache Makropulos“ bezeugen die individuelle Tonsprache des Komponisten Janacek, der Elemente der tschechischen Folkore mit einer ausdruckstarken Harmonik und charakteristischen Melodik verband. Auch seine Orchesterkompositionen, wie die bekannte „Sinfonietta“, die zwei Jahre vor seinem Tod, 1926 vollendet wurde, belegen den starken Personstil Janaceks, dem die Aufmerksamkeit diese Abends gewidmet ist.

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