Rhein‐​Kreis Neuss – „Kanalhaie” sind unter­wegs

Rhein-Kreis Neuss - Als Kanalhaie bezeichnet man Täter, die den Umstand nutzen, dass Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen spätestens bis zum 31. Dezember 2015 einen Nachweis über die Dichtigkeit bestehender Abwasserleitungen erbringen müssen.
Kanalhaie bieten häufig in betrügerischer Absicht ihre Hilfe bei der Inspektion des Abwasserkanals eines Hauses an und unterbreiten dabei vermeintlich günstige Angebote. Regelmäßig finden die Täter bei der Inspektion angebliche Defekte, deren Reparatur zu weit überteuerten Preisen durchgeführt wird.

Häufige Opfer der Kanalhaie sind Seniorinnen und Senioren, die oft an der Haustür überrumpelt werden. In den letzten Tagen gab es mehrere solcher Fälle in Kaarst. Ausnahmslos Personen im fortgeschrittenen Alter wurden von ortsfremden Mitarbeitern einer Firma Kontroll- und Sanierungsarbeiten am Kanal angeboten.

In einigen Fällen kam es zu Vertragsabschlüssen, die ein Volumen von mehreren tausend Euro hatten. Wie kann man sich schützen? Um nicht Opfer von Kanalhaien zu werden, empfiehlt die Polizei:

  • Lassen Sie sich alle Untersuchungsangebote schriftlich aushändigen.
  • Holen Sie zu jedem Angebot Vergleichsangebote ein.
  • Vereinbaren Sie vertraglich, dass festgestellte
  • Schäden schriftlich und möglichst mit Fotos dokumentiert werden.
  • Wenn Sie einen Auftrag zur Kanaluntersuchung erteilen, erteilen Sie nicht gleichzeitig einen pauschalen Reparaturauftrag.
  • Holen Sie für die Reparatur ebenfalls Vergleichsangebote ein.
  • Schließen Sie keine Haustürgeschäfte ab! Seriöse Unternehmen sprechen Sie nicht an der Haustür an.
  • Informieren Sie sich vorab.
  • Sprechen Sie mit Personen Ihres Vertrauens über Ihr Vorhaben, bevor Sie einen Auftrag erteilen.
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