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Neuss: Bürgerbeteiligung zur Verkehrssituation Morgensternsheide

18. März 2017 | Von | Kategorie: Leitartikel, Lokalreporter vor Ort, Neuss-lokal.de

Neuss – Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Eröffnung des Möbelhauses IKEA in Kaarst lud die Stadt Neuss Bürgerinnen und Bürgern, am vergangenen Mittwoch den 15. März 2017, zu einer Veranstaltung über die Verkehrssituation auf der Morgensternsheide ein.

Planungsdezernent Christoph Hölters und weitere Mitarbeiter der Verwaltung informierten in der Gärtnerei der Gemeinnützigen Werkstätten Neuss (GWN) über die zu erwartenden verkehrlichen Auswirkungen durch den Neubau an der Neusser Stadtgrenze.

Erläutert wird ebenfalls die Möglichkeit eines sogenannten Verkehrsversuchs, der parallel zur Eröffnung des Möbelhauses durchgeführt werden soll.

Die Verwaltung plant die Brücke, welche über die Autobahn 57 (Holzbüttgener Weg) führt, durch eine Schranke sperren zu lassen. So will die Verwaltung den Ikea Verkehr aus der Nordstadt (Geulen-/ Steinhausstraße) heraushalten. „Täglich erwarten wir 10.000 Besucher. Am Wochenende deutlich mehr“, klärte Hölters den etwa 150 anwesenden Bürgern.

Schon zu Beginn der Veranstaltung kam es zu verbalen Auseinandersetzungen der unterschiedlichen Anwohnergruppen, die sich jedoch im Laufe des Abends relativierten.

In der Planung gibt es zwei Varianten für die Position der Schranke. Variante 1 in Höhe des Schrottplatzes, Variante 2 kurz vor der Brücke.

Im Vorfeld erklärte Hölters die zwingende Notwendigkeit der Planung zum jetzigen Zeitpunkt. Geschuldet einem verwaltungstechnischen Vorlauf muss der Bau einer Verkehrslenkungsanlage (Schranke) jetzt eingeleitet werden, um zum benötigten Zeitpunkt verfügbar zu sein. Diese Prozedur ist völlig unabhängig ob und in welchem Umfang die Schranke später genutzt werden soll.

Anwohner der Straße „Auf dem Berg/ An der Hecke“

Anwohner der Straße „Auf dem Berg/ An der Hecke“ (Aussage: „Wir sind auch Neusser“) befürchten in ihrer Bewegungsmöglichkeit massiv eingeschränkt zu werden. „21 Haushalte, mehrere schulpflichtige Kinder und Gartenbaubetriebe sind auf eine ungehinderte Verkehrsanbindung angewiesen“, so ein Sprecher der Anwohner.

Eine Schranke schneidet die Anwohner entweder von Kaarst oder Neuss ab, ist die Befürchtung.

Ähnlich sehen dies Anwohner der Straßen in der Ortslage Morgensternsheide. Sie befürchten und beklagen zwar eine steigende Verkehrsbelastung, wollen aber die Erreichbarkeit des Kaarster Stadtgebietes erhalten.

Die Anwesenden verteilten sich, zu weiteren Gesprächen, an drei Tische wo Pläne auslagen. Hier konnten Ideen gesammelt und Meinungen ausgetauscht werden.

Planungsdezernent Hölters wies im Nachgang der Gesprächsrunde noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die geplante Schranke nicht zwingend zum Dauereinsatz vorgesehen ist. Sie dient als Reaktionsmöglichkeit für eine hohe Verkehrsbelastung in einem Bereich, der für den Durchgangsverkehr ausdrücklich gesperrt ist. Hier besonders in den ersten Wochen der Eröffnung des neuen Möbelhauses in Kaarst.

Die Anwohner der Bereiche „Auf dem Berg/ An der Hecke“ und Morgensternsheide konnten sich in vielen Bereichen annähern und forderten Verkehrsmaßnahmen, welche die räumliche Bewegungsmöglichkeiten nur minimal einschränken. Eine Dauerregelung Schranke wurde überwiegend abgelehnt.

  • Dazu gehören eine beidseitigen, deutliche Beschilderung, da die Durchfahrt nur Anliegern vorbehalten ist.
  • Polizeikontrollen zu relevanten Uhrzeiten in den Morgen- und Abendstoßzeiten.
  • Schrankenschließung nur zu erwarteten Spitzenzeiten.

Das Fazit des Abends soll nun die Grundlage für eine Verwaltungsvorlage werden. Ende Mai trifft sich der Planungsausschuss. Im Juni entscheidet dann der Rat über das weitere Vorgehen zum Thema Schranke und Sperrung.

Im Verlauf des Abends sprach ein Anwohner der Morgensternsheide den Herausgeber von Klartext-NE.de. Robert Schilken, an. Es sein behindert und bemängele, dass es keine Bürgersteige in der Ortslage gäbe.

Sie führten durch den Abend: (v.l.) Planungsdezernent Christoph Hölters, Amtsleiter Stadtplanung Christian Unbehaun, Amtsleiter Verkehrsangelegenheiten Franz Kolbecher und Norbert Jurczyk stellvertretender Leiter Amt für Verkehrsangelegenheiten.

Impressionen vom Abend

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