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Rhein-Kreis Neuss: Zentralküche für die Kreiskrankenhäuser erfolgreich in Betrieb genommen

16. März 2017 | Von | Kategorie: Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss – Die Rhein-Kreis Neuss Kliniken haben die neue Zentralküche für ihre Krankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich erfolgreich in Betrieb genommen.

Sieben Millionen Euro kostete das Projekt am Standort Hackenbroich. „Wir haben hier in die allerneueste und allerbeste Qualität investiert“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der Eröffnung mit Geschäftsführer Sigurd Rüsken und Küchenchef Hans-Uwe Schmitz.

Die bisher bestehenden Küchen in den beiden Kreiskrankenhäusern waren schon etliche Jahrzehnte in Betrieb und sind nun durch eine der modernsten Klinik-Großküchen ersetzt worden. Das Gebäude umfasst 1950 Quadratmeter, die Zahl der dort beschäftigten Mitarbeiter beläuft sich auf rund 60. Sie stellen bis zu 3000 Mahlzeiten am Tag her, und zwar im sogenannten „Cook and Chill“-Verfahren (zu Deutsch: Kochen und Kühlen).

(von links): Geschäftsführer Sigurd Rüsken, Küchenchef Hans-Uwe Schmitz und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Foto: S. Büntig/ Rhein-Kreis Neuss

Dabei werden die Speisekomponenten auf herkömmliche Weise zubereitet und gegart, dann aber innerhalb von 90 Minuten auf eine Temperatur von unter vier Grad gekühlt. Das Essen kann so bei ununterbrochener Kühlkette bis zu vier Tage ohne Qualitätsverlust gelagert werden und wird erst unmittelbar vor der Ausgabe wieder auf Verzehrtemperatur erwärmt. „,Cook and Chill‘ hat also nichts mit Aufwärmen zu tun, sondern ist eine Nährwert erhaltende und schonende Gartechnik, die ein leckeres, besser aussehendes und gesundes Essen garantiert“, hieß es bei der Inbetriebnahme der Küche.

Zu den Vorteilen des „Cook and Chill“-Systems zählt unter anderem die hygienische Sicherheit. Die Vermehrung von pathogenen Keimen sowie die Bildung von Toxinen wird verhindert, indem der hygienisch bedenkliche Temperaturbereich beim Absenken ab etwa 40 bis 10 Grad schnell durchschritten wird. Dies ist vor allem im Krankenhaus von entscheidender Bedeutung, da das Immunsystem vieler Patienten geschwächt ist.

Ein modernes Tablett-Speisen-Verteilsystem, eine leistungsfähige Zentralspüle und Großküchengeräte, die digitalisiert miteinander kommunizieren, schließen den Kreis der Hightech-Komponenten in der neuen Einrichtung. In der Zentralküche, deren Bau im März 2015 begann, werden nicht nur Speisen für die beiden Kreiskrankenhäuser zubereitet, sondern auch für externe Kunden wie Kindertagesstätten, Schulen oder Seniorenzentren. Diese benötigen jetzt einen speziellen Gar-Ofen, der aber auch geliehen werden kann und wenig Platz braucht.

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