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Kaarst: Informationsveranstaltung zu Flüchtlingsunterkünften im Ortsteil Kaarst

15. März 2016 | Von | Kategorie: Kaarst-lokal.de, Lokalreporter vor Ort

Kaarst – Die Unterbringung von zugewiesenen Flüchtlingen beschäftigt die Stadt Kaarst auch im Jahr 2016.

Neben der möglichst dezentralen Unterbringung in städtischen Flüchtlingsunterkünften oder in von privat angemieteten Wohnungen, werden auch leerstehende Gewerbeobjekte umgebaut und für die Unterbringung von zugewiesenen Flüchtlingen genutzt. Ebenso dienen zwei städtische Sporthallen aktuell als provisorische Flüchtlingsunterkünfte.

An den vom Stadtrat beschlossenen weiteren Standorten für städtische Flüchtlingsunterkünfte „Am Hoverkamp“ und „Büttgener Straße“ starten in Kürze die ersten Baumaßnahmen für die Errichtung von weiteren Wohnmodulen.

Am Standort Hoverkamp ist eine Belegung von 45 Personen geplant. Die Maximalbelegung gestattet bis zu 72 Personen. Beginn der Errichtung wird die zweite Hälfte April 2016 sein. Mit der Fertigstellung wird ca. sechs Wochen später zu rechnen sein.

Für den Standort an der Büttgener Straße ist ein Termin für den Beginn der Bautätigkeit Mitte Juli 2016 vorgesehen. Auch hier rechnet die Verwaltung mit einer Dauer von ca. 6 Wochen bis zur Fertigstellung.

Am heutigen Dienstagnachmittag, den 15.03.2016, fanden sich ungefähr 40 Personen im Bürgerhaus Kaarst ein.

Seitens der Stadtverwaltung waren zugegen Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus, Erster Beigeordneter
Dr. Sebastian Semmler, Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart, Bereichsleiterin Ordnungsangelegenheiten und Bürgerbüro Brigitte Kaulen und der Bereichsleiter Schule, Sport, Soziales und Senioren Heinz Kiefer.

2016-03-15_Kaa_buergersprechstunde_017Auch in dieser Veranstaltung ging es um die Themen Information, Standorte und Sicherheit. Es wurde seitens der Bürgerschaft bemängelt, dass nur wenige und unzureichende Informationen aus der Vorplanung an die Öffentlichkeit getragen wurden. Auch die Wahl der Standorte und deren Kriterien bemängelten Anwohner.

Zu der letzten Thematik stelle der Erster Beigeordneter Dr. Sebastian Semmler unmissverständlich klar: „Die Bürger werden nicht gefragt. Denn im Zweifelsfall wird niemand eine Flüchtlingsunterkunft als Nachbar widerspruchslos dulden.“ Auch führte Herr Semmler aus, dass Informationen natürlich weitergegeben werden, wenn erkennbare Fakten oder konkrete Informationen vorliegen.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Sicherheit von Frauen. Eine anwesende Dame äußerte sich über Ihr Unbehagen, wenn Sie Abends an der Haltestelle „Kaarster Bahnhof“ aussteigen müsste und sich in diesem Bereich eine Gruppe Männer aus der Flüchtlingsunterkunft aufhalten würde.

Nur zu gut sind die Erinnerungen der vergangenen Ereignisse präsent, wo Frauen „Freiwild“ für muslimische Männer waren, deren Verständnis im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht aus einer völlig inkompatiblen Einstellung (zu der hiesigen) in deren Herkunftsländern geprägt wurde.

Daher waren die ersten fragen auch, ob Familien oder einzelne Männer in die Unterkünfte einziehen werden. Mit Familien, so hatte es den Anschein, gibt es nur wenig bis keine Vorbehalte.

Bewohner der Flüchtlingsunterkünften werden von ehrenamtlichen Helfern, psychologisch geschulten Fachkräften und ggf. Wachdiensten betreut und überwacht. So sollen viele der möglichen Komplikationen schon im Vorfeld verhindert werden.

Verständnis zeigten alle Vertreter der Stadtverwaltung für die Sorgen und Ängste der Bürger. Hierzu wurde folgender Rat gegeben: „Sprechen Sie uns unbedingt sofort an, wenn etwas nicht so ist wie es sein sollte.“ und bei möglichen Straftaten: „Rufen Sie die Polizei unter 110 an.“

Ansprechpartner und Meldestelle ist der Ordnungs- oder Sozialamt. Dies werden ggf. die zuständigen Stellen informieren. Zentrale Rufnummer ist die 02131 987-0.

Nachbarn sollten einfach versuchen auf die Flüchtlinge einzugehen und Kontakt suchen. Integration beginnt mit Kleinigkeiten und ist löst auf beiden Seiten Hemmnisse und Vorbehalte auf.

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus: „Offen sein und auf diese Menschen zugehen.“

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