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Neuss: Einsatzzahlen nach Zugende gingen leicht in die Höhe

8. Februar 2016 | Von | Kategorie: Neuss-lokal.de

Neuss – Während des Kappessonntags-Zuges hielten sich die Einsätze der Hilfsorganisationen in der Neusser Innenstadt in Grenzen, nach Ende des närrischen Lindwurms stiegen sie wie auch in den vergangenen Jahren schon beobachtet in die Höhe, so dass zeitweise etwas mehr als die Hälfte der Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz war.

Karnevalistisch bedingt war eine Vielzahl von chirurgischen Verletzungen, bei Sprüngen, beim Gehen auf dem Bürgersteig und bei den Vorführungen eines Tanzmariechens. Alle endeten mit einem umgeknickten Fuß bzw. einer Oberschenkelverletzung.

Bei den Fußverletzungen war gleichzeitig eine Menge an Alkohol im Spiel. In einigen wenigen Fällen standen internistische Ursachen im Vordergrund, bei einem akuten Krampfanfall und zwei Kreislaufproblematiken kamen die Helferinnen und Helfer der Organisationen zunächst im Behandlungszelt und dann beim Transport in die Kliniken zum Einsatz.

Foto: Dieter Guderley, Johanniter

Foto: Dieter Guderley, Johanniter

Insgesamt waren in der zentralen Versorgungsstelle am Freithof und den mobilen Stellen weniger als fünfzehn Hilfsaktionen erforderlich. Bis 19:00 Uhr waren allerdings 21 Einsätze – und damit drei mehr als im Vorjahr – mit Rettungsdienstfahrzeugen erforderlich. Zweimal kam der Notarzt zum Einsatz, in sechs bzw. dreizehn Fällen wurden Kranken- und Rettungswagen benötigt.

Wurden im vergangenen Jahr keine Eltern bzw. Kinder vermisst, musste in diesem Jahr Ausschau nach drei Kindern gehalten werden, ein acht- und zehnjährigen Pärchen wurde nach knapp zwei Stunden von den Eltern wiedergefunden, im anderen Fall konnte das Kind innerhalb von wenigen Minuten von den Helfern wieder an die Eltern gegeben werden.

Insgesamt waren in diesem Jahr 105 Einsatzkräfte von Johannitern, Maltesern, Rotem Kreuz sowie THW und Notfallseelsorge im Einsatz, nach 20 Uhr bleiben zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug weiterhin im Bereich Zeughaus einsatzbereit und unterstützen damit den Regelrettungsdienst.

Bei den Maltesern waren neun Helfer aus der Stadtgliederung Passau mit im Einsatz, die die hiesigen Sanitäter durch einen Kontakt bei der Flüchtlingshilfe kennen gelernt haben, da sie in den letzten Wochen regelmäßig als sanitätsdienstliche Zugbegleiter für Flüchtlingsbeförderungen von Passau nach NRW unterwegs gewesen sind. Dort hat man sich angefreundet und hat die Passauer Helfer nach Neuss zum Karneval eingeladen. Neben Stadtführungen und Karnevalparty sind sie eben auch beim Kappessonntagszug eingesetzt worden.

Die Gesamtleitung über das Personal hatten Peter Zimmermann von den Johannitern, Björn Himmel vom Deutschen Roten Kreuz und Tim Gladis von den Maltesern.

Als Dank für den ehrenamtlichen Einsatz hat der Karnevalsausschuss in diesem Jahr vier Sessionsorden überreicht. Diese wurden dankbar und stellvertretend für die beteiligten Ehrenamtler der Hilfsorganisationen entgegen genommen von Joanna Navrati von den Maltesern, Britta Anschlag vom Deutschen Roten Kreuz sowie Eric Heiertz und Berhard Stöcker von den Johannitern.

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