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Dormagen: Landfrauen fordern mehr Aufmerksamkeit für die Betriebe

23. Januar 2016 | Von | Kategorie: Dormagen-lokal.de

Dormagen – Besuch von gleich 70 Landfrauen erhielt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Aus dem gesamten Rhein-Kreis Neuss und der Stadt Mönchengladbach strömten die weiblichen Gäste ins Rathaus.

Der Grund: Der Kreisverband der Landfrauen unternahm seinen Jahresausflug nach Dormagen und verband dies mit einer zweistündigen Gesprächsrunde im Ratssaal. „Unser Motto ist: Wir mischen uns ein“, sagte Kreisvorsitzende Edelgard Stahl-Kamerichs. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern freute sie sich, dass der Bürgermeister sich viel Zeit nahm, um mit ihnen über vielfältige Themen zu diskutieren.

Foto: Stadt

Foto: Stadt

Organisiert wurde der Ausflug vom Ortsverband Dormagen. „Wir haben 95 Mitglieder. Davon sind die Hälfte selber Bäuerinnen und die andere Hälfte Frauen, die der Landwirtschaft nahe stehen“, erläuterte Ortsvorsitzende Maria Decker aus Hackenbroich.

Nach einer kurzen Einführung zu Dormagen ging es in der Gesprächsrunde unter anderem um den neuen Flächennutzungsplan für das Stadtgebiet. Die Landfrauen sorgen sich, dass künftig weiteres Ackerland für die örtlichen Betriebe verloren geht. „Flächen sind heute eine der kostbarsten Ressourcen. Wir brauchen sie dringend für weitere Gewerbeansiedlungen, für neuen Wohnraum und auch für die Belange des Naturschutzes“, sagte Lierenfeld. Die Interessen der Landwirtschaft seien dabei ebenfalls zu berücksichtigen. „Ich kann nicht versprechen, dass keine weiteren Ackerflächen mehr bebaut werden, aber wir werden behutsam sein und darauf achten, dass Betriebe in ihrer Existenz nicht gefährdet werden“, erklärte der Bürgermeister.

Ein Lob bekam die Stadt von den Landfrauen dafür, dass sie künftig wieder 100 000 Euro jährlich für die Erneuerung von Wirtschaftswegen bereitstellt. Mehr Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft forderte die Nievenheimerin Hildegard Leuffen. „Wir sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und binden mit unseren Waren Kaufkraft in der Region. Außerdem sind die Höfe ein bedeutendes Kulturgut“, sagte sie. Die Stürzelbergerin Christa Kallen machte die Bedeutung schnellerer Internetverbindungen für die oft außerhalb der Ortschaften gelegenen Betriebe deutlich. Ein besonderes Dankeschön richtete der Bürgermeister an die örtliche Landwirtschaft dafür, dass sie ihre Höfe immer wieder auch für Kindergärten und Schulklassen öffnet. „Die Betriebe tun sehr viel, damit unsere Jugend nicht die Verbindung zur Natur verliert“, sagte er.

Nach dem Rathausempfang führte der Stürzelberger Archäologe Jost Auler die Landfrauen durch das römische Dormagen. Mit einer gemütlichen Kaffeetafel endete dann das Treffen.

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