Aktuelles aus dem Rhein-Kreis Neuss und mehr…
27 Jan 2012
Grevenbroich – Der Strompreis setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Das haben wir schon oft gehört. Eines ist aber sicher, der Strompreis erhöht sich ständig, wie jeder Haushaltsvorstand mittlerweile leidvoll an der eigenen Börse erfahren hat.
In Grevenbroich firmieren aber auch Unternehmen, die von solchen existenzbedrohenden Erhöhungen derart betroffen sind, dass sie sich in ihrer Not an Bürgermeisterin Kwasny gewendet haben. Hydro Aluminium ist ein solches Unternehmen, das schon seit Jahrzehnten in Grevenbroich seinen Sitz hat. Hier wird ein stromintensives Großwalzwerk betrieben, dessen Produkte in die ganze Welt geliefert werden und somit ca. 5.000 bis 6.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze bietet. Seit 2005 muß dieses Werk die CO2-Kosten zusätzlich bezahlen. Dies sind aber Kosten, die die Wettbewerber außerhalb Europas nicht haben. Insbesondere ein pauschaler 30%-iger Abschlag bei den CO2-Kompensationszahlungen macht dem Unternehmen zu schaffen.
Bürgermeisterin Kwasny teilt die Befürchtungen des Unternehmens und hat nun den Vizepräsidenten und Kommissar für Wettbewerb Joaquin Almunia mit einem entsprechenden Schreiben gebeten, sich im Rahmen der laufenden Anhörung zur geplanten C02-Kompensation der diesbezüglichen Argumente der deutschen Bundesregierung anzunehmen. „Unser Ziel muß es sein, alles zu tun um die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieses Unternehmens, das den Grevenbroicher Familien seit vielen Jahrzehnten Lohn und Brot gibt, zu erhalten“, so Bürgermeisterin Ursula Kwasny.
++ Anzeige ++Ähnliche Artikel: