++ Anzeige ++

Dor­magen — Rhein­feld. Beim Ord­nungsamt mel­dete sich am gest­rigen Montag eine Bür­gerin aus Rhein­feld, deren Hund Ver­gif­tungs­er­schei­nungen zeigte. Die Bür­gerin war mit ihrem Tier am 4. Sep­tember über einen Weg ent­lang der Gehölze spa­ziert, die im März mit gif­tigem Rizi­nus­schrot gedüngt worden waren.

Unbe­kannte haben dort am Weges­rand inzwi­schen ohne städ­ti­schen Auf­trag Mäh­ar­beiten vor­ge­nommen. Dabei wurden einige der abge­mulchten Baum­scheiben zum Teil auf­ge­rissen. „Um jeg­liche Gefahr für Mensch und Tier aus­zu­schließen, haben wir uns ent­schlossen, die betrof­fenen Flä­chen vor­sorg­lich zu sperren“, teilt der Erste Beige­ord­nete der Stadt Dor­magen, Ulrich Cyprian, mit. Auf einer Länge von 30 Metern wurde der Rand des Wirt­schafts­weges in Ver­län­ge­rung der Andre­as­straße ges­tern Abend von Mit­ar­bei­tern der Tech­ni­schen Betriebe Dor­magen abgeflattert.

Boden­ana­lysen hatten im Mai keine gesund­heits­ge­fähr­dende Belas­tung der Flä­chen mit Rizin mehr ergeben. In Abstim­mung mit den zustän­digen Umwelt­be­hörden hatte die Stadt dar­aufhin die gedüngten Bereiche wieder frei­ge­geben. Der in den Boden­proben gemes­sene Rizin-Wert lag unter 10 Mikro­gramm pro Gramm. Nach der Dün­ge­mit­tel­ver­ord­nung ist ein Grenz­wert von 50 Mikro­gramm zulässig. Rizin ist bio­lo­gisch im Boden abbaubar. „Vor der Frei­gabe der Flä­chen haben wir zudem grö­ßere Mengen von Rizi­nus­schrot, die an den Bäumen ein­ge­bracht worden waren, sorgsam wieder ent­fernen lassen. Der gesamte Bereich wurde mehr­fach kon­trol­liert und zusätz­lich mit Mulch abge­deckt“, so Cyprian.

Auch ges­tern konnten Mit­ar­beiter der Tech­ni­schen Betriebe an dem gemähten Weges­rand kein Rizi­nus­schrot mehr finden. Nach Rück­sprache mit dem Kreis­ve­te­ri­näramt und der Tier­klinik, die den Hund der Rhein­felder Bür­gerin behan­delte, können die aktu­ellen Ver­gif­tungs­er­schei­nungen vie­lerlei Ursa­chen haben. „Den­noch lassen wir jetzt vor­sorg­lich noch einmal Boden­proben in dem gesamten Bereich ent­nehmen und sie auf Rizin unter­su­chen“, kün­digt Cyprian an. Bis die Ergeb­nisse vor­liegen, bleiben die betrof­fenen Flä­chen gesperrt. Das Betreten ist für Men­schen und Tiere verboten.

++ Anzeige ++


Ähnliche Artikel: 

  1. Dor­magen: Rizin  —  Stadt erhält 12 000 Euro
  2. Dor­magen Gas­preis­gegner gründen Bürgerinitiative
  3. Dor­magen “Abschied fällt mir schwer”
  4. Dor­magen Ehren­bürger mit Herz für Kinder