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16 Jul 2010
Jüchen — Das war wie die leibhaftige Reinkarnation der Doors: Gründungsväter Ray Manzarek (Keyboards) und Robby
Krieger (Gitarre) befeuerten das redhot im Jüchener POLODROM, dass es durch Mark und Bein bis in die Haarspitzen rockte.
Auch ohne Sänger-Legende Jim Morrison zog der unverwechselbare Doors-Groove die 500 Besucher in seinen Bann. Manzarek und Krieger merkte man die seit Jahren überschrittene Altersgrenze nicht einen Wimpernschlag lang an. Voller Energie und Spielfreude pfefferten sie Doors-Klassiker von der Clubbühne,wo das dampfende Publikum ausgelassen im Rhythmus zappelte und sich erstaunlich textsicher zeigte.
Kongeniale Unterstützung erhielten die Altmeister von Sänger Michael Matijevic, der mit tiefer, rauer Stimme den Alabama-Blues ins Mikrofon drückte. Drummer Ty Dennis kickte die Sticks mit flinker Hand präzise auf Trommelfelle und Becken. Bassist Phil Chen schließlich zupfte seinen Fender Precision so selbstverständlich,als hätten er den Doors vor über 40 Jahren schon das Wiegenlied gespielt.

100 Minuten ohne Verschnaufpause für Musiker und Publikum,da blieb kein Auge und kein T-Shirt trocken. Schade, dass den fünf Jungs am Ende die Zeit fehlte, um noch eine Zugabe drauf zu setzen – die Fähre nach England zum nächsten Gig wartet nicht ewig. Dafür versprachen Manzarek, Krieger und Co.,auf jeden Fall zu einem weiteren Konzert im POLODROM wiederzukommen.
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