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Jüchen — Das war wie die leib­haf­tige Reinkar­na­tion der Doors: Grün­dungs­väter Ray Man­zarek (Key­boards) und Robby
Krieger (Gitarre) befeu­erten das redhot im Jüchener POLO­DROM, dass es durch Mark und Bein bis in die Haar­spitzen rockte.

Auch ohne Sänger-Legende Jim Mor­rison zog der unver­wech­sel­bare Doors-Groove die 500 Besu­cher in seinen Bann. Man­zarek und Krieger merkte man die seit Jahren über­schrit­tene Alters­grenze nicht einen Wim­pern­schlag lang an. Voller Energie und Spiel­freude pfef­ferten sie Doors-Klassiker von der Clubbühne,wo das damp­fende Publikum aus­ge­lassen im Rhythmus zap­pelte und sich erstaun­lich text­si­cher zeigte.

Kon­ge­niale Unter­stüt­zung erhielten die Alt­meister von Sänger Michael Mati­jevic, der mit tiefer, rauer Stimme den Alabama-Blues ins Mikrofon drückte. Drummer Ty Dennis kickte die Sticks mit flinker Hand prä­zise auf Trom­mel­felle und Becken. Bas­sist Phil Chen schließ­lich zupfte seinen Fender Pre­ci­sion so selbstverständlich,als hätten er den Doors vor über 40 Jahren schon das Wie­gen­lied gespielt.

100 Minuten ohne Ver­schnauf­pause für Musiker und Publikum,da blieb kein Auge und kein T-Shirt tro­cken. Schade, dass den fünf Jungs am Ende die Zeit fehlte, um noch eine Zugabe drauf zu setzen – die Fähre nach Eng­land zum nächsten Gig wartet nicht ewig. Dafür ver­spra­chen Man­zarek, Krieger und Co.,auf jeden Fall zu einem wei­teren Kon­zert im POLO­DROM wiederzukommen.

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