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Dor­magen — Der Mini-Tornado kam binnen Sekun­den­schnelle. Erst sah es noch nach einem nor­malen Gewitter aus, als sich am heu­tigen Montag um kurz vor 12 Uhr der Himmel ver­dun­kelte. Dann traf die Wind­hose schon mit voller Wucht die Kin­der­ta­ges­stätte „Villa Bunte Wolke“ in Delrath.

Plötz­lich wir­belten Sand, Blätter und Äste durch die Luft. „Man konnte fast nichts mehr erkennen“, berichtet Ein­rich­tungs­lei­terin Ulrike Schiefer, die mit ihren Kol­le­ginnen alles tat, um die spie­lenden Kinder so schnell wie mög­lich ins Gebäude zu bringen. Als das Unwetter vorbei waren, lagen zwei Linden ent­wur­zelt auf dem Gelände der Kin­der­ta­ges­stätte an Gabri­el­straße. Dach­ziegel waren auf dem Boden zersplittert.

„Wir hatten großes Glück, dass nicht mehr pas­siert ist. Auch dank der schnellen Reak­tion der Mit­ar­bei­te­rinnen wurde kein Kind ver­letzt“, sagt Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoff­mann, der sich vor Ort ein Bild von den Schäden machte. Nur wenige Meter von der Kin­des­ta­ges­stätte ent­fernt waren meh­rere große Bäume auf dem Spiel­platz an der Pes­ta­loz­zi­straße umge­stürzt. Nach­barn beklagten eben­falls ent­wur­zelte Bäume in ihren Gärten, auf zahl­rei­chen Dächern waren am Nach­mittag schon die Dach­de­cker im Einsatz.

Nicht die ein­zige Spur der Ver­wüs­tung, die die Wind­hose hin­ter­ließ. An der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nie­ven­heim wurden die Schüler vom Haus­meister eilig ins Gebäude gerufen, als das Unwetter los­brach. Auch dort blieben erheb­liche Sach­schäden zurück – von zer­schmet­terten Fens­tern bis zu zer­störten Jalou­sien. Von zahl­rei­chen Pri­vat­häu­sern in Nie­ven­heim flogen bei dem Sturm die Dach­ziegel, so unter anderem in der Umge­bung der Straße am Latourshof und der Bis­marck­straße. Eine große Scheune wurde dort abge­deckt. Ein wei­terer Land­wirt­schaftshof in Nie­ven­heim war eben­falls betroffen.

„Ins­ge­samt hatten wir 23 Ein­sätze in weiten Teilen des Stadt­ge­bietes“, bilan­ziert Feuerwehr-Leiterin Sabine Voss. An der Lan­ge­mark­straße in Dormagen-Mitte fiel ein großer Ast auf die Räume des Kul­tur­büros. An der Bahn­hof­straße stürzte ein Baum auf einen geparkten PKW. „Auch in den nächsten Tagen sollten die Bürger noch vor­sichtig sein, weil sich in den Bäumen wei­terhin lockere Äste befinden können“, warnt Feuerwehr-Leiterin Sabine Voss. Die Höhe der Schäden bei der Stadt ist noch ungeklärt.

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