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6 Jul 2010
Meerbusch — Die Halbjahresbilanz der Feuerwehr Meerbusch zeichnet bis zum 30. Juni diesen Jahres 258 Einsätze aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies bereits eine Steigerung von 19%. Großen Anteil an diesem Zuwachs hat sicherlich das Orkantief “Xynthia?, das Ende Februar rund 60 Einsätze für die Freiwilligen Männer und Frauen bedeutete.
215 Einsatzstunden oder umgerechnet 9 Tage verteilen sich ungleichmäßig auf die drei Einsatzschwerpunkte. In 25% der Fälle wurde die Feuerwehr zu reinen Brandeinsätzen gerufen. Entgegen dem Trend der letzten Jahre, nachdem die Brandeinsätze eher rückläufig sind, ist in Meerbusch diesmal ein Anstieg von 4% in dieser Kategorie zu erkennen. Am häufigsten rückten die freiwilligen Kräfte zu Technische Hilfe-Einsätzen (54%) aus.
In 21% der Fälle brauchte die Feuerwehr nicht eingreifen und verzeichnete einen Fehlalarm. Jeder der 258 Einsätze dauerte im Durchschnitt 50 Minuten und erforderte im Schnitt 12 Einsatzkräfte. Die meiste Arbeit hatten die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache. Sie mussten bisher 169 Mal ausrücken. Die beiden Löschzüge aus Büderich und Osterath wurden 75, bzw. 66 Mal alarmiert, der Löschzug Lank-Latum hatte 43 Einsätze, der Löschzug Strümp 24, die Löschgruppe Langst-Kierst 12, die Löschgruppe Nierst 9 und die Löschgruppe Ossum-Bösinghoven 8 Einsätze. Der Sonntag war der einsatzreichste Tag (85), gefolgt vom Freitag (41).
Brandeinsätze
Zu gleich zwei Großbränden mussten die Meerbuscher Löschzüge und –gruppen in diesem Jahr bereits ausrücken. Im Mai verbrannten in Osterath mehrere PKW, die sich unter einem größeren Carport befanden. Ende Juni konnte ein Übergreifen der Flammen von einem Baucontainer auf Stallungen eines Bauernhofs in Nierst nur knapp verhindert werden. Bereits im Februar kam es zu einem Brand in einem leer stehendem, denkmalgeschütztem Fachwerkhaus in Osterath. Fragwürdige Spitzenreiter in der Rubrik der 65 Brandeinsätze
insgesamt sind weiterhin die Brände von Müll,- Altpapier– und Altkleidercontainern (16 Einsätze). Je acht mal kam es bisher auf Meerbuschs Grünflächen und Straßen zu Brandeinsätzen.
Technische Hilfeleistungen
Die Rubrik der Technischen Hilfeeinsätze wird angeführt von den Sturmeinsätzen (62 Stück). In Folge von Verkehrsunfällen wurden die Einsatzkräfte 13 mal und bei Ölspuren 19 mal tätig. Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete Anfang Januar zwischen Osterath und Büderich. Die Feuerwehr konnte den Fahrer nur noch tot aus seinem Fahrzeug bergen. Neun Personen und acht Tiere wurden aus Notlagen direkt befreit. Zahn mal musste
die Feuerwehr Personen hinter verschlossenen Türen zu Hilfe eilen und diese gewaltsam öffnen
Fehlalarme
Das umfangreiche Aufgabengebiet der Feuerwehr stieß aber auch in den letzten sechs Monaten immer wieder an seine Grenzen. In 54 Fällen wurden die Meerbuscher Hilfskräfte zwar gerufen, brauchten oder konnten aber nicht tätig werden, da sich die angenommene Notsituation beim Eintreffen der Feuerwehr doch anders darstellte.
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