Kaarst-Mitte - Mit der Betrugsmasche „Zetteltrick“ nutzten wieder einmal Betrüger die Hilfsbereitschaft einer Seniorin aus. Zwei bislang unbekannte Personen, eine Frau und ein Mann, klingelten am Donnerstag (10.06.), gegen 14.30 Uhr, an der Tür einer 80-jährigen Frau auf der Maubisstraße.

Das Duo gab der älteren Dame gegenüber an, Erdbeeren verkaufen zu wollen und hielten ihr auch ein gefülltes Erdbeerkörbchen entgegen. Als diese jedoch kein Interesse zeigte, baten sie um Einlass in die Wohnung, um eine Nachricht für einen Nachbarn zu hinterlassen. Diesem Wunsch kam die höfliche Dame auch nach.

In der Wohnung trennten sich dann die beiden Betrüger, wobei einer der Personen immer in Nähe der Seniorin blieb. Nachdem das Duo dann aus der Wohnung gegangen war, informierte die nun misstrauisch gewordene 80 Jährige die Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten wurde in der Wohnung jedoch nichts gestohlen. Eine Fahndung nach den Trickbetrügern verlief bislang ohne Erfolg. Die beiden konnten von der Seniorin nur vage beschrieben werden. Die beiden südländisch aussehenden Personen wurden als dicklich beschrieben.

Bereits gegen 12.50 Uhr fielen die Tatverdächtigen in einem Mehrfamilienhaus auf der Moselstraße auf, als sie vermutlich mit der gleichen Masche unterwegs waren. Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02131-3000 entgegen.

Gerade ältere Menschen sind häufig Opfer dieser Betrugsmasche.
Für Trickdiebinnen und Trickdiebe, die in Wohnungen aktiv werden, gibt es nur ein einziges ernsthaftes Hindernis, das sie überwinden müssen, um zum Erfolg zu kommen: die gesperrte oder geschlossene Wohnungstür.

Als Schutz vor diesen Tätern gibt die Polizei folgende Tipps und Ratschläge:

  • Lassen Sie keine Fremden in ihre Wohnung!
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den "Türspion" oder mit einem Blick aus dem Fenster an.
  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort, legen Sie immer einen Sperrbügel oder eine Sicherheitskette an.
  • Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen.
  • Halten Sie dabei die Tür gesperrt.
  • Im Zweifel scheuen sie sich nicht, die Polizei unter der Polizeinotrufnummer 110 zu informieren.

Weitere Tipps erhalten sie bei der Beratungsstelle der Polizei des Rhein-Kreis Neuss oder im Internet unter www.polizei-beratung.de .

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