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Dor­magen — Auf den mit Rizi­nus­schrot gedüngten Flä­chen im Stadt­teil Rhein­feld ist der Gift­stoff Rizin nicht mehr in bedenk­li­chen Kon­zen­tra­tionen vor­handen. Dies ergaben erneute Unter­su­chungen des Robert-Koch-Instituts im Auf­trag der Tech­ni­schen Betriebe Dormagen.

„Die Mess­er­geb­nisse liegen in den aktu­ellen Boden­proben unter­halb der Nach­weis­grenze von zehn Mikro­gramm pro Gramm und damit deut­lich unter dem nach der Dün­ge­mit­tel­ver­ord­nung gül­tigen Grenz­wert“, infor­miert der Erste Beige­ord­nete der Stadt Dor­magen, Ulrich Cyprian.

Die Dün­ge­mit­tel­ver­ord­nung schreibt für Rizi­nus­schrot einen maxi­malen Gehalt von 50 Mikro­gramm Rizin pro Gramm fest. Das Robert-Koch-Institut in Berlin stufte den Rizin-Gehalt in den Boden­proben daher als „unbe­denk­lich“ ein. Der­zeit stimmt die Stadt mit dem Krei­sum­weltamt und dem Lan­desamt für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz (LANUV) ab, ob die Flä­chen wieder gefahrlos für die Bevöl­ke­rung frei­ge­geben werden können.

Die Dün­ge­ar­beiten waren Anfang März von einer Fach­firma auf Grün­flä­chen rund um das Neu­bau­ge­biet am Kamil­lenweg vor­ge­nommen worden. Der dabei ver­wen­dete Rizi­nus­schrot ent­hielt Rizin in unzu­lässig hohen Kon­zen­tra­tionen. Zwei Hunde von Anwoh­nern starben, neun wei­tere Tiere litten unter Ver­gif­tungs­er­schei­nungen. Die Ermitt­lungen dazu, wie das Dün­ge­mittel in Umlauf kommen konnte und ob die Firma sach­ge­recht gear­beitet hat, dauern noch an.

Rizin ist bio­lo­gisch abbaubar. Die für die Grün­flä­chen­pflege zustän­digen Tech­ni­schen Betriebe Dor­magen haben die betrof­fenen Gehölz­streifen und Baum­scheiben in Abstim­mung mit den zustän­digen Fach­be­hörden inzwi­schen mit Mulch abde­cken lassen. Zuvor wurde das gesamte Areal noch einmal sorgsam auf nicht ein­ge­ar­bei­tete Dün­ge­mit­tel­reste kon­trol­liert. Mit Flat­ter­band sind die Flä­chen seit Anfang März abge­sperrt. „Nun hoffen wir, dass wir sie den Men­schen bald wieder zugäng­lich machen können. Die Sicher­heit muss dabei aber oberste Prio­rität haben“, so Cyprian.

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