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Kor­schen­broich — Am Mitt­woch (24.03.2010) stürzte gegen 16.00 Uhr ein Motor­rad­fahrer mit seinem Krad auf der K 11 und zog sich dabei schwere Ver­let­zungen zu.

Aus bisher unge­klärter Ursache kam der 25-jährige Kaarster in einer lang gezo­genen Links­kurve nach rechts von der Fahr­bahn ab. Das Krad liegt auf der linken Seite im Acker. Es hat eine 30 m lange Schleif­spur gezogen und einen Wei­de­zaun­pfosten her­aus­ge­rissen, ebenso Sta­chel­draht. Andere Ver­kehrs­teil­nehmer waren an dem Unfall nicht betei­ligt. Der Moto­rad­fahrer ist ansprechbar, er kann erste Fragen der Beamten beant­worten. Die Beamten stellten das Krad sicher.

Foto: Polizei

Die Ord­nungs­hüter wissen: Jetzt, wo das Wetter wieder besser wird, holen die Zwei­rad­fahrer ihre Maschinen wieder auf die Straße. Leider steigt zu dieser Zeit auch die Zahl der Motor­rad­un­fälle wieder an.

Die Gründe für diese Unfälle sind aller­dings nicht nur bei den Krad­fah­rern zu suchen.

In 2009 ereig­neten sich ins­ge­samt 94 Ver­kehrs­un­fälle im Rhein-Kreis Neuss unter Betei­li­gung von Krad­fah­rern. Dabei wurden 52 Per­sonen leicht, 26 Per­sonen schwer ver­letzt und ein 55-jähriger Krad­fahrer getötet.

  • 20 der unfall­be­tei­ligten Krad­fahrer waren über 50 Jahre; der Älteste 73 Jahre.
  • Bei 56 Unfällen setzten die Krad­fahrer nicht die Ursache zum Unfallgeschehen.
  • 65 Ver­kehrs­un­fälle ereig­neten sich in Ortschaften.
  • In 11 Fällen war eine unan­ge­passte oder über­höhte Geschwin­dig­keit der Zwei­rad­fahrer die Ursache für den Unfall.

Poli­zei­oberrat Ger­hard Kropp, Leiter der Direk­tion Ver­kehr, emp­fiehlt jedem Motor­rad­fahrer, sich durch ver­hal­tenes Tempo und zurück­hal­tende Fahr­weise erst wieder an die beson­dere Fahr­dy­namik der leis­tungs­starken Zwei­räder zu gewöhnen. Auch Auto­fahrer müssten sich wieder an die schnellen Biker im Stra­ßen­ver­kehr gewöhnen. Spe­zi­elle Fahr– und Sicher­heits­trai­nings seien beson­ders für Motorrad-Neulinge oder „Wie­der­ein­steiger“ ratsam.

Für die Motor­rad­freunde haben die Ver­kehrs­si­cher­heits­be­rater der Neusser Polizei fol­gende Tipps, die zum Stan­dard­pro­gramm vor dem großen Start in die Saison gehören:

1. Sai­son­check:

Vor der ersten Fahrt die Maschine gründ­lich überprüfen

2. „Warmup“ für den Fahrer

Wie jeder Leis­tungs­sportler vor seinem Wett­kampf, so sollte sich auch der Motor­rad­fahrer zu Beginn der Saison „aufwärmen“.

Einige kleine Touren zur Ein­ge­wöh­nung können hier wie ein Auf­wärmen vor dem sport­li­chen Wett­kampf dienen.

3. Über­prü­fung der Schutzkleidung

Tipp bei Neu­an­schaf­fung von Beklei­dung: Sicht­bar­keit ist Sicherheit

4. Die ersten Touren

Bedenken Sie, die anderen Ver­kehrs­teil­nehmer müssen sich auch erst wieder an Motor­rad­fahrer auf der Straße gewöhnen.

Mit Prä­ven­ti­ons­pro­jekten und Kon­trollen wird die Polizei im Rhein-Kreis Neuss der Ent­wick­lung der Ver­kehrs­un­fälle unter Betei­li­gung von Krad­fah­rern auch in diesem Jahr entgegenwirken.

Im Rahmen der Anti-Raser-Kampagne “Komm gut an! Sieger rasen nicht!” werden die Beamten auch ver­stärkt das Geschwin­dig­keits­ver­halten der Motor­rad­fahrer im Kreis­ge­biet über­wa­chen. Zum Ein­satz kommen wird dabei auch das neue Laser­mess­gerät des Ver­kehrs­dienstes, dass gefah­rene Geschwin­dig­keiten außer­halb geschlos­sener Ort­schaften bereits in einer Ent­fer­nung von 1000 Metern messen kann.

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