Dormagen - Entwarnung gab das Kreisveterinäramt im Falle der erkrankten Katze, die am Kornblumenweg in Rheinfeld gefunden wurde. Der Verdacht, dass sich das Tier eine Vergiftung durch Rizinusschrot zugezogen haben könnte, hat sich nicht erhärtet.

Das Kreisveterinäramt geht davon aus, dass die Erkrankung eher auf andere Ursachen zurückzuführen ist. „Damit ist es nach jetzigem Kenntnisstand spätestens seit der Absperrung der gedüngten Flächen zu keinen weiteren Vergiftungsfällen bei Tieren mehr gekommen“, erläutert der für die öffentliche Sicherheit zuständige Erste Beigeordnete der Stadt Dormagen, Ulrich Cyprian.

Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) der Stadt Dormagen mitteilte, wird die chemische Untersuchung des in Rheinfeld verwendeten Düngemittels auf Rizin voraussichtlich nicht vor Ende nächster oder Anfang übernächster Woche abgeschlossen sein. Die aufwändige Rizin-Analyse musste das LANUV an das Robert-Koch-Institut abgeben. Mit Ergebnissen der hausinternen Analysen rechnet das Landesamt ab dem morgigen Freitag. Diese werden erste Erkenntnisse zu dem verwendeten Düngemittel liefern.

Die mit den Düngearbeiten beauftragte Firma hat nach eigenen Angaben Rizinusschrot eingesetzt. Das LANUV geht nun der Frage nach, ob das Düngemittel den heutigen rechtlichen Vorgaben entspricht. Diese begrenzen unter anderem den Rizin-Gehalt und sehen eine Vergällung vor, sodass Tiere – insbesondere Hunde – den Dünger nicht fressen.

„Sobald die Ergebnisse der chemischen Analysen vorliegen und wir auch Aufschluss über den Rizin-Gehalt haben, wird die Stadt Dormagen eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Anwohner in Rheinfeld anbieten“, kündigt der Erste städtische Beigeordnete Ulrich Cyprian an. Das LANUV sagte seine Teilnahme an der Veranstaltung ebenfalls bereits zu.

Die vom Kreisveterinäramt veranlassten Untersuchungen zur Todesursache eines der beiden verstorbenen Hunde werden durch das Institut für Veterinär-Pathologie der Universität Gießen voraussichtlich am morgigen Freitag oder Anfang nächster Woche abgeschlossen sein.

Mit Rizininusschrot waren Bäume und Gehölzflächen, nicht jedoch die angrenzenden großflächigen Wiesenbereiche in der Umgebung des Neugebietes am Kamillenweg gedüngt worden.

Gesundheitliche Information des LANUV
Das LANUV rät dazu, dass vorsorglich jeder, der im Kontakt mit dem Düngematerial war und anschließend Anzeichen von Unwohlsein zeigt, sich in ärztliche Behandlung begibt. Dies gilt insbesondere für Kinder. Solange nicht bekannt ist, ob und in welcher Menge die gedüngte Fläche von dem starken Giftstoff Ricin betroffen ist, hat Vorsorge die erste Priorität.

Lesezeichen setzen:
  • Webnews.de
  • del.icio.us
  • Facebook
  • MisterWong.DE
  • Digg
  • Technorati
  • Linkarchiv
  • LinkArena
  • Wikio DE
  • Twitthis
  • Tausendreporter
  • Alltagz
  • Turn this article into a PDF!
  • E-mail this story to a friend!
  • RSS

Ähnliche Artikel:

  1. Dormagen-Rheinfeld — Analyse auf Rizin kommt erst später
  2. ++Sondermeldung: Vergiftungsverdacht bei Katze in Rheinfeld – Ordnungsamt appelliert: Gesperrte Flächen nicht betreten und Tiere fernhalten
  3. Dormagen — Hundesterben in Rheinfeld: Vergiftungsverdacht bestätigt
  4. Dormagen: Rizinbelastung ist auf unbedenklichen Wert gesunken
  5. Dormagen Giftiger Dünger: Jetzt werden andere Händler gewarnt
  6. Hundesterben in Rheinfeld — Düngemittel war mit Rizin belastet
  7. Dormagen — Erneut Hund aus unbekannten Gründen vergiftet
  8. Dormagen — Mischdünger seit 10 Jahren für Hunde als potenziell tödlich bekannt