Aktuelles aus dem Rhein-Kreis Neuss und mehr…
12 Mrz 2010
| Dormagen — Rheinfeld — Der möglicherweise bei der Düngung im Bereich Rheinfeld verwendete Mischdünger (versetzt mit Rizinusschrot) ist seit über 10 Jahren als potenzielle Vergiftungsfalle für Hunde bekannt. Da stellt sich die Frage: Warum wurde dieser Mischdünger noch verwandt? | ![]() |
Schon vor 2001 wurden Vergiftungsfälle, mit zum Teil tödlichem Ausgang, in der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover vorgestellt, hervorgerufen durch die Aufnahme von organischen Düngemitteln.
Es handelt sich dabei um Mischdünger, die unter anderem Hornspäne und das nach Ölgewinnung verbleibende Rizinusschrot enthalten. Vielen Hundebesitzern ist bekannt, dass Hornspäne geradezu gierig von Hunden aufgenommen wird, so auch bei diesen organischen Düngern. Gleichzeitig wird dann natürlich auch das Rizinusschrot mit aufgenommen, das das hoch giftige Rizin enthält. Wenngleich bei der Düngerproduktion ein Erhitzen (Toasten) erfolgen soll, ist dieses Gift offensichtlich nicht oder unzureichend zerstört.
Symptome sind Erbrechen, schwerer blutiger Durchfall mit Austrocknung, Schläfrigkeit, Schock, Krämpfe und Nierenversagen. Ein Gegenmittel gibt es nicht. Die Therapie erfolgt nur rein symptomatisch (Infusionen, schleimhautabdeckende Medikamente für Magen und Darm, Medikamente gegen Erbrechen, Schocktherapie, Beruhigungsmittel). Falls die Aufnahme des Düngers beobachtet wurde und erst kurzfristig zurückliegt, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
Quelle: Tierärztliche Hochschule Hannover, Pressemitteilung vom 15.06.2001
++ Anzeige ++Ähnliche Artikel: