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Dor­magen — Ver­mut­lich durch Dün­ge­ar­beiten, beauf­tragt durch die Tech­ni­schen Betriebe der Stadt Dor­magen, kam es im Bereich der Kamil­len­straße zu einem für ein Tier tra­gi­schen Vor­fall. Scheinbar hatte die beauf­tragte Firma aus Hein­berg einen nicht ver­teilten Dün­ge­mit­tel­haufen über­sehen, von dem ein Hund aus dem angren­zenden Wohn­ge­biet gefressen hatte.

Der bei sach­ge­mäßem Umgang unge­fähr­liche Dünger ver­gif­tete das Tier anschei­nend durch die zu sich genom­menen Menge, sodass es kurze Zeit später verendete.

Bei dem auf­ge­tra­genen Dünger han­delt es sich um „ricinus com­munis“, einem für den Men­schen unschäd­li­chem Mittel. Dieses wird vor dem Auf­bringen erhitzt und durch den ther­mi­schen Vor­gang auch für Tiere ungiftig. Das Risiko einer Ver­gif­tung ist auch durch die geringe Kon­zen­tra­tion und Ver­tei­lung auf land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­chen für Tiere eigent­lich ausgeschlossen.

Die durch Anwohner am 6. März gegen 11.20 Uhr her­bei­ge­ru­fene Polizei und Feu­er­wehr sowie der Leiter des städ­ti­schen Ord­nungs­amtes kon­trol­lierte die gedüngten Flä­chen, konnte aber keine Dün­ge­reste, auch bedingt durch den frisch gefal­lenen Schnee, mehr finden. Auch die für die Arbeiten zustän­dige Firma aus Hein­berg war noch einmal vor Ort und über­prüfte das Feld auf Reste.

Vor­sichts­halber sperrte die Feu­er­wehr die betrof­fenen Flä­chen mit Absperr­band und die tech­ni­schen Betriebe stellten Hin­weis­schilder auf. Hun­de­be­sitzer werden gebeten, Hunde in diesem Bereich nur an der Leine zu führen und darauf zu achten, dass die Tiere nichts fressen. Ricinus Com­munis ist ein Dünger aus tie­ri­schen Stoffen und aus diesem Grund für Hunde scheinbar beson­ders interessant.

Der Amts­tier­arzt des Rhein-Kreis Neuss wird das Tier am 6. März noch genauer unter­su­chen und fest­stellen, ob das Dün­ge­mittel tat­säch­lich Ursache für den Tod des Hundes ist.

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