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Düsseldorf/Berlin (ddp-nrw). Der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Hen­drik Wüst tritt wegen der Affäre um käuf­liche Gespräche von Minis­ter­prä­si­dent Jürgen Rütt­gers (CDU) mit Unter­neh­mern zurück. Wie ein Spre­cher der Landes-CDU am Montag in Düs­sel­dorf auf ddp-Anfrage sagte, fiel diese Ent­schei­dung nach einem Gespräch zwi­schen CDU-Landeschef Rütt­gers und Wüst. Als Land­tags­ab­ge­ord­neter werde Wüst weiter in der NRW-CDU mit­ar­beiten.

«Man kommt an einem Punkt, wo man sich fragt, ob man der Partei im Wahl­kampf noch helfen kann», sagte Wüst in Düs­sel­dorf. Da er diese Frage nicht klar mit Ja beant­worten könne, müsse nun ein anderer seine Auf­gabe übernehmen.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte in Berlin, Wüst habe in der Affäre «seinen Kopf hin­halten» müssen. Ent­weder habe Rütt­gers seinen CDU-Landesverband nicht im Griff oder er müsse für die Vor­gänge selbst «die Ver­ant­wor­tung über­nehmen». Nahles nannte es «unwürdig», dass ein Minis­ter­prä­si­dent käuf­liche Gespräche führe.

Die Bundes-CDU rea­gierte dagegen mit Erleich­te­rung. Der Rück­tritt von Wüst gebe der CDU die Mög­lich­keit, sich auf die vor ihr ste­henden Auf­gaben zu kon­zen­trieren, sagte Gene­ral­se­kretär Her­mann Gröhe, in Berlin. Wüst habe die per­sön­liche Ver­ant­wor­tung für die Hand­lungen eines ihm unter­ge­ord­neten Mit­ar­bei­ters über­nommen. Das sei «honorig» und ver­diene Respekt.

Laut Nach­rich­ten­ma­gazin «Der Spiegel» belegen Briefe der NRW-CDU, dass Unter­nehmen für den Lan­des­par­teitag am 20. März in Münster nicht nur Aus­stel­lungs­fläche erwerben konnten, son­dern gegen ein Extra-Honorar von 6000 Euro auch ver­trau­liche Unter­re­dungen mit Rütt­gers. Nach der Ver­öf­fent­li­chung hatte der CDU-Landeschef seinen Gene­ral­se­kretär ange­wiesen, die Aktion zu stoppen. Wüst war seit 2006 Gene­ral­se­kretär des größten CDU-Landesverbands. Wann Rütt­gers einen Nach­folger prä­sen­tieren wird, ist offen.

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