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Ans­bach (ddp-bay). Die Polizei hat durch ihren schnellen Ein­satz beim Amok­lauf im Ans­ba­cher Caro­linum Gym­na­sium mög­li­cher­weise Schlim­meres ver­hin­dert. Der Täter war bei seiner Fest­nahme am Don­ners­tag­vor­mittag mit einer Axt, meh­reren Mes­sern und einem wei­teren Molotow-Cocktail bewaffnet gewesen, wie die Ermittler in Ans­bach mit­teilten.

Der baye­ri­sche Innen­mi­nister Joa­chim Herr­mann (CSU) sagte, der 18-Jährige habe auch die her­bei­ge­eilten Poli­zisten bedroht. Die Beamten hätten daher den jungen Mann mit meh­reren Schüssen ver­letzt. Nach Poli­zei­an­gaben schossen die Beamten mit einer Maschi­nen­pis­tole auf den jungen Mann, der von fünf Kugeln getroffen wurde. Sein Gesund­heits­zu­stand sei kri­tisch, Lebens­ge­fahr bestehe aber nicht mehr.

Zuvor hatte der Täter bereits in Klas­sen­zim­mern der neunten und elften Klasse je einen Molotow-Cocktail gezündet. Einer davon löste einen Brand aus. Acht Schüler und ein Lehrer wurden ver­letzt. Ein Mäd­chen atta­ckierte der Schüler der 13. Jahr­gangs­stufe laut Polizei mit einer Axt oder einem Messer und fügte ihr schwere Kopf­ver­let­zungen zu. Sie schwebe in Lebensgefahr.

Der junge Mann war laut Herr­mann bei Polizei und Justiz bis­lang «nicht in Erschei­nung getreten». Nach Angaben des baye­ri­schen Kul­tus­mi­nis­ters Ludwig Spaenle (CSU) besu­chen auch Geschwister des 18-Jährigen die Schule. Nähere Angaben zum Täter machten die Ermittler und Minister zunächst nicht.

Herr­mann zeigte sich über­zeugt, dass es durch den schnellen Poli­zei­ein­satz gelungen sei, eine schlim­mere Eska­la­tion zu ver­hin­dern. Schon acht Minuten nach dem ersten Notruf seien Poli­zisten in der Schule gewesen, wei­tere drei Minuten später sei der Täter über­wäl­tigt gewesen. Bei diesem Amok­lauf habe sich gezeigt, «dass die fort­ent­wi­ckelten Ein­satz­kon­zepte greifen».

Die Polizei war den Angaben zufolge durch einen Schüler der 13. Jahr­gangs­stufe über den Amok­lauf infor­miert worden. Der junge Mann, der bei der frei­wil­ligen Feu­er­wehr aktiv sei, habe anschlie­ßend selbst Lösch­ar­beiten vorgenommen.

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